GIZ - Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit

GTZ ist jetzt die GIZ - Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Themen > Soziale Entwicklung > Soziale Sicherheit > Soziale Sicherung > Ansatz > Grundsicherung

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Yvonne Deblon
Tel.: +49 (0)6196 79 1280
Fax: +49 (0)6196 79 80 1280
E-Mail: yvonne.deblon@giz.de

Grundsicherung

Soziale Transferleistungen verhindern Armut, tragen zum sozialen Ausgleich bei und ermöglichen unter anderem eine bessere Bildung, Gesundheit oder eine (Re-)Integration in den Arbeitsmarkt. Mit Grundsicherung lässt sich Armut nachhaltig bekämpfen. Daher starten viele Entwicklungsländer nationale Programme in diesem Bereich und sind deshalb auf Beratung angewiesen. Die GIZ kann auf langjährige und vielfältige Erfahrungen zurückgreifen, die Deutschland mit Instrumenten der sozialen Sicherheit gemacht hat.

Soziale Grundsicherung ist neben Sozialversicherungssystemen ein wichtiges Instrument sozialer Sicherung. Unter Grundsicherung verstehen wir:

  • Geldtransfers (Sozialhilfe, nicht-beitragsbasierte Altersrenten und andere) einschließlich der an Bedingungen gekoppelten Transferleistungen, etwa den Besuch der Schule durch die Kinder oder die Teilnahme an gesundheitlicher Vorsorge
  • nicht-monetäre Transfers (zum Beispiel die Gewährleistung eines kostenfreien Zugangs zu sonst kostenpflichtigen Gesundheits- oder Bildungseinrichtungen)
  • öffentliche Beschäftigungsprogramme (etwa Nahrung für Arbeit oder Geld für Arbeit)

Zielgruppe sind meistens extrem arme Haushalte oder Einzelpersonen, die von Ansätzen der „Hilfe zur Selbsthilfe“ kaum oder nur sehr gering erreicht werden: Zu ihnen gehören Haushalte, die über kein Lohneinkommen verfügen, da ihre Mitglieder nicht oder nur eingeschränkt arbeiten können (etwa weil die Personen im arbeitsfähigen Alter krank sind) oder der oder die Ernährer aufgrund von Tod (HIV/AIDS) oder Migration fehlen. Übrig bleiben oft Minderjährige oder alte Menschen.

Sozialtransfers sollen es ihnen ermöglichen, überlebenswichtige Grundbedürfnisse wie Ernährung, Gesundheit und Bildung zu stillen, einen Planungshorizont zu haben und sich sozial zu integrieren. Grundsicherung vermeidet, dass einkommensschwache Gruppen in eine Abwärtsspirale geraten. Auch kann die arme Bevölkerung entwicklungsfeindliche Überlebensstrategien vermeiden (Kinderarbeit anstelle von Schulbesuch, reduzierte Kalorienaufnahme oder den Verkauf von Produktionsmitteln). Wir unterstützen den Aufbau und die Reform sozialer Grundsicherungssysteme durch die Beratung von Fach- und Führungskräften in Ministerien und Durchführungsorganisationen unserer Partner. Wichtig ist, die Vorhaben entsprechend den Bedürfnissen der einzelnen Länder und der Situation vor Ort zu gestalten.

Basierend auf langjährigen Erfahrungen aus Deutschland plädieren wir für einen ganzheitlichen Ansatz: Grundsicherungskonzepte sollten stets in ein übergeordnetes System sozialer Sicherheit eingebettet sein. Dazu müssen bereits vorhandene Systeme analysiert und ihre Verwertbarkeit und Integration in anderen Komponenten überprüft werden.


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