![]() |
|
Ansprechpartner
Weitere Informationen erhalten Sie von:
Dr. Matthias Rompel Tel.: +49 6196 79-1446 Fax: +49 6196 7980-1446 E-Mail: social-protection@gtz.de |
HintergrundHerausforderung: Krankheit, Arbeitslosigkeit und Einkommensverlust sind Risiken, denen alle Menschen im Laufe ihres Lebens ausgesetzt sind. Sie können vor allem für arme Menschen die sozialen und ökonomischen Lebensumstände grundlegend verändern. Aber auch Personen und Familien in weitgehend stabilen finanziellen Verhältnissen geraten bei solch einschneidenden Ereignissen häufig in Armut. Darüber hinaus bedürfen besonders benachteiligte Personengruppen (z.B. Menschen mit Behinderung, ältere Menschen und von HIV/AIDS betroffene Haushalte) einer speziellen Unterstützung. Möglichst alle Bevölkerungsgruppen in soziale Sicherungssysteme einzubeziehen ist eine große Herausforderung.
Status Quo: Die vorhandenen Systeme der sozialen Sicherheit in Entwicklungsländern sind oft rudimentär und beschränken sich häufig auf Arbeitnehmer im so genannten formalen Sektor. Unberücksichtigt bleiben die vielen Beschäftigten im informellen Sektor wie Selbständige und Landarbeiter. Auch besonders hilfsbedürftige Personengruppen (z.B. Kranke, Arbeitslose, Waisen und Erwerbsunfähige) sind meist auf die Unterstützung durch traditionelle und informelle Netzwerke angewiesen. Diese Solidarstrukturen brechen aber durch Migration, HIV/AIDS und neue Lebensformen auf, ohne dass ein Ersatz geschaffen wird. Mangels sozialer Absicherung bleibt den betroffenen Familien nichts anderes übrig als mit kurzfristigen Überlebensstrategien auf katastrophale Ereignisse zu reagieren: Die Aufnahme überteuerter Kredite, der Verkauf von Produktionsmitteln, das Abbrechen von Schulbesuchen oder Kinderarbeit sind die Folge. All dies verschärft die Armutsspirale jener Menschen und schränkt ihre produktiven Fähigkeiten langfristig ein. Unsere Aufgabe: Soziale Sicherheit leistet einen Beitrag zur Überwindung der Krankheit-Armutsfalle und schafft damit die Voraussetzung, um einen akzeptablen Lebensstandard auch der nächsten Generationen zu sichern. Außerdem kann sie Impulse für nachfrageorientiertes Wachstum und sozialen Frieden setzen. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat uns daher den Auftrag erteilt, Aufbau und Integration sozialer Sicherungssysteme zu unterstützen. Internationaler Kontext: Tragfähige Finanzierungsstrukturen für das Gesundheitswesen und soziale Sicherheit sind wesentliche Voraussetzungen, um die angestrebten Entwicklungsziele zu erreichen und über das Schlüsseljahr des Aktionsprogramms 2015 hinaus zu halten bzw. auszubauen. Außerdem setzt sich die GTZ dafür ein, dass die soziale Sicherheit ein stärkeres Gewicht in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit erfährt. Das Vorhaben arbeitet in enger Partnerschaft mit zahlreichen nationalen und internationalen Organisationen und unterstützt internationale Initiativen. Es orientiert sich dabei an der im Mai 2005 von der Weltgesundheitsversammlung verabschiedeten Resolution „Sustainable Health Financing, Universal Coverage and Social Health Insurance“ sowie der von der ILO initiierten „Global Campaign on Social Security and Coverage for All“ und des „New Consensus on Social Security“.
|