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Tansania: Zanzibar International Film Festival

Plakat des Zanzibar International Film Festival

„Keiskamma (A story of love)“ gewinnt Ousmane Sembène Award

Zum zweiten Mal haben das überregionale Beratungsprojekt AIDS und das „Zanzibar International Film Festival (ZIFF)“ den Ousmane-Sembène-Films-for-Development Award vergeben. In diesem Jahr ging er an die Südafrikanerin Miki Redelinghuys für ihren Film „Keiskamma/A story of love“.  „Dieser Film hat uns zutiefst beeindruckt und berührt. (…) In eindrucksvoller Weise zeigt er, welchen Herausforderungen eine ländliche Dorfgemeinschaft aufgrund von HIV und AIDS gegenübersteht“, so die Begründung der Jury.  Mit dem Preis werden Filme ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise mit Themen der Entwicklungszusammenarbeit auseinandersetzen. Insgesamt waren 17 afrikanische Filme zu HIV/AIDS, Gender, Bildung und Armut für den mit 5.000 US-Dollar dotierten Preis nominiert.

„Ich freue mich über diese Entscheidung der Jury“, sagte Thomas Kirsch, Leiter des Beratungsprojekts AIDS. „Miki Redelinghuys zeigt in ihrem Film nicht nur, wie wichtig menschliche Nähe und Fürsorge für Betroffene sind. Dass ein ganzes Dorf aufgrund der Immunschwächekrankheit kurz vor seiner Auflösung steht und die Menschen erst durch den Zugang zu Medikamenten wieder Hoffnung für sich und ihre Familienangehörigen schöpfen, verdeutlicht, wie wichtig eine umfassende medizinische Versorgung im Kampf gegen die Pandemie und ihre sozialen Auswirkungen ist.“

Parallel zum Festival bot das Sektorvorhaben einen Workshop an, der rund 20 Filmschaffende aus Tansania und anderen afrikanischen Ländern die Möglichkeit gab, ihre filmischen Kompetenzen rund um entwicklungspolitische Themen auszubauen. Dabei lernten die Teilnehmer nicht nur, wie man beispielsweise einen Film budgetiert und andere für das Thema HIV und AIDS sensibilisiert. „Der Workshop bot den jungen Talenten ein ideales Forum, sich zu vernetzen. Denn viele sind bei der Produktion entwicklungspolitischer Filme immer noch Einzelkämpfer“, berichtet Thorsten Wassermeyer, der den GTZ-Filmpreis im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem SV AIDS initiierte. Auf großes Interesse stieß auch die Vorstellung der von KfW und InWEnt kürzlich veröffentlichten Broschüre: „TV soap operas in HIV education: Reaching out with popular entertainment“.

Vom 10. bis 13. September 2009 zeigt das Filmmuseum Potsdam acht ausgewählte Filme des Zanzibar International Film Festival. Passend zu einer Podiumsdiskussion am 12. September zum Thema „Development Films” wird „Keiskamma (A story of love)“ dabei sein.


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