Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.giz.de.
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Was wurde bisher erreicht?Seit 2002 hat die Deutsche BACKUP Initiative staatliche und nichtstaatliche Partnerorganisationen unterstützt. Die folgenden Beispiele illustrieren, was in über 360 Projekten in 66 Ländern erreicht wurde. Bei der Arbeit der Deutschen BACKUP Initiative steht die Stärkung der Gesundheitssysteme durch technische Unterstützung im Mittelpunkt. Einer der sechs Bausteine von Gesundheitssystemen (‘Everybody’s Business’, WHO 2007) ist Leadership und Governance. Die zentrale Governance-Struktur des Global Fund (GF) in den Partnerländern sind die nationalen Koordinationsgremien (Country Coordinating Mechanisms – CCMs). Dank der Unterstützung durch BACKUP können die CCMs ihre Koordinierungsfunktion ausüben und die Tätigkeit des GF überwachen. So konnte der CCM in Sierra Leone verschiedene Maßnahmen durchführen, um die Mitglieder für ihre Rolle und Verantwortung zu schulen und um das Engagement der Zivilgesellschaft zu fördern. Das Ergebnis war eine gut abgestimmte und partizipative Antragserstellung für die 10. GF-Runde. Darüber hinaus konnten Schwachstellen bei den CCM-Kontrollaktivitäten ausgeräumt werden.
Damit Partner ihre Programme effizienter und effektiver durchführen können, unterstützt BACKUP Maßnahmen, die die Kompetenzen der Partner verbessern. Personalentwicklung spielt hierbei eine wichtige Rolle. Seit 2002 wurden 11.000 Fachkräfte aus Afrika, Osteuropa und Zentralasien von den regionalen HIV Knowledge Hubs – Wissenszentren – geschult. In Belarus schulte der Harm Reduction Knowledge Hub (Litauen) im Auftrag von UNDP als Hauptempfänger 60 Ärzte/innen und Sozialarbeiter/innen in Opiatersatztherapie. Dadurch konnten acht neue Opiatersatztherapieprojekte durchgeführt werden, wodurch die Anzahl der davon profitierenden Patentien im Jahr 2010 von 150 auf 500 gesteigert werden konnte. Seit 2007 kooperiert BACKUP mit dem Civil Society Action Team (CSAT), um die Teilhabe der Zivilgesellschaft an den nationalen GF-Prozessen zu verbessern. Gemeinsam mit CSAT und anderen Partnern unterstützte BACKUP die Wahl von Vertretern der Zivilgesellschaft in den mauretanischen CCM. Der GF hatte Empfehlungen ausgesprochen und die Wiederaufnahme ausgesetzter Auszahlungen von ihrer Umsetzung abhängig gemacht. Eine dieser Bedingungen war die Reform des CCM und die Neuwahl seiner Mitglieder. Die technische und finanzielle Unterstützung ermöglichte Mauretanien, eine partizipative Wahl von 16 neuen CCM-Mitgliedern durchzuführen und damit die Bedingungen des GF rechtzeitig zu erfüllen. BACKUP unterstützt auch die Erarbeitung von Anträgen an den GF. In Runde 9 hat die Deutsche BACKUP Initiative acht Ländern technische Unterstützung in Höhe von EUR 225.000 zur Verfügung gestellt. Alle Länder haben beim GF Anträge eingereicht, wovon vier erfolgreich waren – eine Genehmigungsquote von 50 Prozent. Die vom GF genehmigten finanziellen Mittel beliefen sich auf fast EUR 560 Millionen.
BACKUP fördert durch ihre Arbeit einen Genderansatz. In Burkina Faso, Kamerun, Kenia, Malawi und Tansania konzentriert sich die Initiative auf die Unterstützung einer gender-orientierten HIV-Programmgestaltung in Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft und staatlichen Partnern. BACKUP hat Leitlinien und Instrumente für ein ergebnisorientiertes Monitoring von gender-orientierten HIV-Projekten entwickelt, durch die der Erfolg von Interessenvertretung (Advocacy) und der Erarbeitung von HIV-Anträgen überwacht werden kann.
Mit der Unterstützung durch BACKUP hat der Dachverband der nichtstaatlichen Organisationen für sexuelle und reproduktive Gesundheit (IPPF) eine Genderanalyse auf die Daten des People-Living-with-HIV-Stigma-Index angewandt. Der Index wurde gemeinsam vom Global Network of People Living with HIV (GNP+), der International Community of Women Living with HIV (ICW), dem AIDS-Programm der Vereinten Nationen (UNAIDS) und IPPF erarbeitet. Die Genderanalyse wurde in Bangladesch, der Dominikanischen Republik und Äthiopien angewandt, um Daten in Bezug auf Stigmatisierung und Gender zu untersuchen. Die Empfehlungen geben Politikern, Programmmanagern, Gebern und Menschen, die mit HIV leben, die Möglichkeit, konkrete Konzepte daraufhin zu prüfen, wie bei der Stigmatisierung und Diskriminierung HIV-infizierter Menschen die Genderdimension zu beachten ist. |