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Themen > Übergreifende Themen > HIV/Aids > HIV-Arbeit im Überblick > Hintergrund > Bevölkerung

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Bevölkerung

In Ländern mit hohen HIV-Raten betrifft die Epidemie die gesamte Bevölkerung. Weltweit leben gleich viele Männer und Frauen mit HIV.

In Afrika südlich der Sahara sind jedoch 60 Prozent der HIV-positiven Menschen weiblich. Vor allem junge Frauen zwischen 15 und 24 Jahren sind besonders gefährdet. Das liegt zum Einen daran, dass das Ansteckungsrisiko bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr für Frauen höher ist. Maßgeblich sind aber gesellschaftliche Gründe: Ungleichheiten in den Geschlechterbeziehungen, wirtschaftliche Abhängigkeit oder Gewalt können verhindern, dass Frauen und Mädchen selbst über ihre sexuellen Beziehungen bestimmen können. Oft haben sie schlechteren Zugang zu Informationen und Dienstleistungen, etwa weil das Einverständnis des männlichen Partners erforderlich ist. Die Hauptlast der Krankenpflege und der Waisenversorgung fällt ebenfalls den Frauen und Mädchen zu.

Auch Kinder leiden besonders unter der Epidemie. 2009 lebten 16,6 Millionen Kinder, die einen oder beide Elternteile durch AIDS verloren haben, davon 14,8 Millionen in Afrika südlich der Sahara. Kinder, die selbst HIV-positiv sind, haben sich meist schon bei der Geburt oder in den ersten Lebensmonaten angesteckt. Der Zugang zu einer antiretroviralen Behandlung für Kinder hat sich zwar in den letzten Jahren verbessert, ist aber immer noch schlechter als für Erwachsene. 2009 starben 260.000 Kinder an den Folgen von AIDS.
In anderen Regionen sind oft vor allem Angehörige sexueller Minderheiten, Sexarbeiter/-innen und deren Kunden/-innen, Drogenkonsumenten/-innen, Migranten/-innen, ethnische Minderheiten oder Menschen in Gefängnissen besonders durch die Epidemie gefährdet. Dabei spielen Stigmatisierung, Diskriminierung und Kriminalisierung eine wichtige Rolle. Die Diskriminierung, der beispielsweise Männer, die Sex mit Männern haben, in vielen Ländern ausgesetzt sind, behindert die Eindämmung der Epidemie erheblich, da sie den Zugang zu HIV-Diensten erschwert.


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