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Barbara Müller Tel.: +49 (0)6196-79-1513 Fax: +49 (0)6196 79-7418 E-Mail: aids@gtz.de |
HintergrundSchätzungen des Joint United Nations Programme on HIV/AIDS (UNAIDS) zufolge leben heute weltweit etwa 33,4 Millionen Menschen mit dem HIV. Im Jahr 2008 infizierten sich weitere 2,7 Millionen mit dem Virus. Trotz verbesserten Zugangs zu Präventionsmethoden und lebensverlängernden Medikamenten starben 2008 2,0 Millionen Menschen an den Folgen von AIDS. Jeden Tag infizieren sich über 7.400 Menschen neu, mehr als 97 Prozent leben in Ländern mit mittlerem oder niedrigem Einkommen. In einigen Regionen Afrikas sind mehr als ein Drittel der Bevölkerung zwischen 15 und 49 Jahren von HIV betroffen. In Teilen Asiens und Ost-Europas steigt der Anteil der Infektionen bei Erwachsenen rasant an.
Die ÜbertragungAm häufigsten wird das HI-Virus durch ungeschützte Sexualkontakte übertragen. HIV kann auch über das Blut bei Transfusionen oder über Nadelgebrauch übertragen werden. Kinder können sich vor oder während der Geburt und über das Stillen mit dem Virus infizieren. Die Ursachen Stigmatisierung und Diskriminierung von Betroffenen verzögert die Antwort auf AIDS. Die Nichteinhaltung von Menschenrechten gefährdet insbesondere Sexarbeiter(-innen), Drogenkonsumenten, Frauen, Jugendliche, und Männer, die Sex mit Männern haben, sich mit HIV zu infizieren, da diese Menschen nur bedingt über Selbstbestimmung in sozialen, ökonomischen und sexuellen Bereichen verfügen. Eine erfolgreiche Eindämmung von HIV wird langfristig daran gebunden sein, dass die Bevölkerung Zugang zu Informationen, Bildung und Gesundheitsdiensten erhält. Die Auswirkungen Bisher sind mehr als 25 Millionen Menschen an AIDS gestorben. Viele Menschen sind über Angehörige und Freunde von der Epidemie betroffen. Die Folgen von HIV sind für die Gesellschaften in den stark betroffenen Ländern verheerend. Familien verarmen, denn gerade in der mittleren Generation sterben viele Menschen an AIDS. HIV trifft dadurch auch das Bildungssystem und die Wirtschaft. Die internationale GemeinschaftDie internationale Gemeinschaft hat die Bedeutung der HIV-Epidemie als Hindernis für eine gerechte Gestaltung der Globalisierung erkannt. In den Milleniumsentwicklungszielen hat sich die Staatengemeinschaft verpflichtet bis zum Jahr 2015 die Ausbreitung der Epidemie zu stoppen und wenn möglich zu reduzieren. |