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Themen > Übergreifende Themen > HIV/Aids > HIV-Arbeit im Überblick > Hintergrund

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Hintergrund

Schätzungen des Joint United Nations Programme on HIV/AIDS (UNAIDS) zufolge leben heute weltweit etwa 33,3 Millionen Menschen mit HIV. Im Jahr 2009 wurden 2,6 Millionen Neuinfektionen mit dem Virus gezählt, das heißt, dass sich jeden Tag rund 7.000 Menschen mit dem HI-Virus anstecken.

Der Zugang zu antiretroviraler Therapie, die ein Fortschreiten der Infektion verhindern kann, hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert: Erhielten im Jahr 2003 nur 400.000 Menschen eine solche Behandlung, so waren es 2009 mehr als 5 Millionen. Trotzdem starben 2009 immer noch 1,8 Millionen Menschen an den Folgen von AIDS. Afrika südlich der Sahara ist von der HIV-Epidemie besonders schwer betroffen – zwei Drittel aller Menschen mit HIV leben dort. In drei Ländern im südlichen Afrika ist sogar mehr als ein Fünftel der erwachsenen Bevölkerung HIV-positiv. In Teilen Asiens und Osteuropas steigt die Zahl der Neuinfektionen an.

HIV-Übertragung

Am häufigsten wird das HI-Virus durch ungeschützte Sexualkontakte übertragen. HIV kann auch über Blut bei Transfusionen oder über Nadelgebrauch übertragen werden. HIV-positive Frauen können das Virus vor oder während der Geburt und über das Stillen auf ihr Kind übertragen.

Ursachen

Die Ausbreitung von HIV steht im Zusammenhang mit vielen Faktoren, die regional sehr unterschiedlich sind: Soziale Ungleichheit, Bildungsniveau, Geschlechterungleichheit, Diskriminierung und Stigmatisierung, Sexarbeit, Drogen- und Alkoholmissbrauch und Gewalt sind solche Einflussgrößen. Für eine erfolgreiche Eindämmung der Epidemie ist es wichtig, den lokalen Kontext genau zu kennen und die Antwort auf HIV darauf anzupassen.

Auswirkungen der Epidemie

Allein im Jahr 2009 sind jeden Tag 4.900 Menschen an den Folgen von AIDS gestorben. Die wirtschaftlichen und sozialen Folgen sind für stark betroffene Länder verheerend. Viele Menschen sind selbst oder über Angehörige und Freunde unmittelbar von der Epidemie betroffen. Weltweit 16,6 Millionen Kinder haben einen oder beide Elternteile durch AIDS verloren. Familien verarmen, denn gerade in der mittleren, erwerbstätigen Generation sterben viele Menschen an den Folgen von AIDS. Krankheitsbedingte Arbeitsausfälle betreffen nicht nur die Wirtschaft, sondern die gesamte Gesellschaft, beispielsweise auch das Bildungs- oder das Gesundheitswesen.

Internationale Ziele

Die internationale Gemeinschaft hat sich im Jahr 2000 mit dem Millenniumsentwicklungsziel 6 (MDG 6) verpflichtet, die Ausbreitung der HIV-Epidemie bis zum Jahr 2015 zu stoppen und den Trend umzukehren. In der Erklärung der Sondervollversammlung der Vereinten Nationen im Jahr 2006 haben sich die Mitgliedsstaaten außerdem das Ziel gesetzt, dass alle Menschen Zugang zu HIV-Prävention, Behandlung sowie zu Pflege und Unterstützungsangeboten haben sollen („Universal Access“).


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