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Mobile Schnelldiagnostik für HIV und Tuberkulose in Tansania

Fortschritt  in der Gesundheitsversorgung für rund 160.000 Menschen im Großraum Mbeya

Schon Stunden nach dem Test wissen, ob man Tuberkulose (TBC) hat: Möglich machen dies neue Untersuchungsmethoden, wie das Fluorescence-Mikroskop, das die TBC-Diagnose beschleunigt und verbessert. Mit diesem Diagnosegerät ist das mobile Diagnostik- und Trainingszentrum ausgestattet, das der Präsident von Tansania, Jakaya Kikwete, am 30. Oktober in der südtansanischen Region Mbeya eingeweiht hat. Der moderne Lastkraftwagen beherbergt noch weitere hochleistungsfähige Labortechnik, die es ermöglicht, innerhalb kuerzester Zeit zuverlässig zu diagnostizieren, ob jemand eine TBC- oder HIV-Infektion hat. Wird eine Erkrankung festgestellt, erfolgt die Behandlung im nächstgelegenen Gesundheitszentrum.

Tansania: Mobiles Diagnostik- und Trainingszentrum. Foto: GTZ

„Für die rund 160.000 Menschen im Großraum Mbeya ist es ein riesiger Fortschritt in der Gesundheitsversorgung, dass das mobile Labor zu ihnen kommt“, erläutert Inge Baumgarten, Leiterin der Multisektoralen HIV/AIDS-Komponente des deutsch-tansanischen Gesundheitsprogramms, das die GTZ im Auftrag des BMZ koordiniert. Denn bisher ließen sich viele Menschen weder testen noch behandeln, weil sie die weite und teure Anreise in die meist in der Stadt gelegenen Gesundheitszentren scheuten.
„Mindestens genauso wichtig wie die Diagnostik ist, dass die neunköpfige Besatzung auch umfangreiche Aufklärungsprogramme durchführt“, betont Baumgarten. Beispielsweise finden in den Orten, in denen das mobile Labor Station macht, jeden Abend Veranstaltungen statt, in denen erklärt wird, wie man sich vor einer TBC- oder HIV-Infektion schützen kann.

„Das mobile Diagnostik- und Trainingszentrum ist zwar nur ein Baustein einer umfassenderen Zusammenarbeit zwischen deutschen und tansanischen Institutionen aus Forschung, Wissenschaft und Praxis, aber ein gutes Beispiel dafür, wie Entwicklungszusammenarbeit die Menschen direkt erreicht. Dass dies besser mit starken Partnern gelingt, überzeugte sogar den tansanischen Präsidenten“, sagt Baumgarten. So sichern die Europäische Kommission und das Bundesforschungsministerium die Finanzierung. Das Konzept und die Expertise liefern das NIMR-Mbeya Medical Research Programme in Zusammenarbeit mit der Universität München. Das amerikanische Forschungsinstitut Walter Reed Army unterstützt die mobile HIV-Diagnose und die Aufklärungsarbeit wird von der GTZ koordiniert.


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