GIZ - Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit

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Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Themen > Soziale Entwicklung > Bildung > Stärkung von Bildungssystemen > Ansatz

Ansprechpartner


Dr. Dagmar Fuchs
Tel.: + 49 6196/79-1533
Fax: + 49 6196/79-801533
E-Mail: dagmar.fuchs-schmitz@giz.de

Ansatz

Workshop zu Capacity Development im Jemen.

Ein nationaler Bildungsplan ist dann gut, wenn er erfolgreich umgesetzt wird. Deshalb unterstützt die GIZ die Institutionen und Personen, die hierfür verantwortlich sind. Sie entwickelt zusammen mit den Partnerregierungen und -institutionen Konzepte, Methoden und Instrumente, die „Capacity Development“ (CD) im Bildungssystem fördern. So entwickelte die GIZ beispielsweise federführend die Leitlinien für „Capacity Development“ im Bildungssektor („Guidelines for Capacity Development in the Education Sector“) der „Education for All - Fast Track Initiative“ (EFA-FTI).

Ziele und Schritte einer Bildungsstrategie zu „Capacity Development“

Diese Leitlinien basieren darauf, dass „Capacity Development“ systemisch betrachtet, folglich das gesamte Bildungssystem in Augenschein genommen wird. Dieser Ansatz ist neu: Er setzt alle zentralen Akteure eines Bildungssystems und alle Ebenen zueinander in Beziehung. Er betrachtet und entwickelt Querverbindungen und umfassende Lösungen. Durch diese ganzheitliche Sichtweise auf das Bildungssystem werden Übergänge zwischen den Bildungsstufen erleichtert: von der vorschulischen, über die Grund-, Sekundar- bis hin zur beruflichen und Hochschulbildung.

Die GIZ unterstützt die Partnerländer dabei, die Leitlinien für “Capacity Development“ im Bildungssektor anzuwenden und selbst eine umfassende CD-Strategie zu entwickeln, wie sie beispielsweise auch in internationalen Vereinbarungen wie der Paris-Erklärung gefordert wird. Eine solche CD-Strategie ist eine wichtige Vorraussetzung dafür, dass nationale Bildungspläne erfolgreich entwickelt und nachhaltig eingeführt werden können.

Die Entwicklung der CD-Strategie findet in einem partizipativen und ländergesteuerten Prozess in fünf Phasen statt:

  • Alle Beteiligten schaffen eine Plattform für einen partizipativen Dialog.
  • Sie analysieren den nationalen Kontext und betten die weiteren Planungsschritte und Aktivitäten in diesen ein.
  • Eine sich anschließende Analyse zeigt auf, welche Schwachstellen es im „Capacity Development“ im Bildungssektor gibt.
  • Die Beteiligten entwerfen hierauf basierend eine CD-Bildungsstrategie, mobilisieren Ressourcen und setzen Prioritäten. Abschließend entwickeln sie Monitoring- und Evaluierungsmechanismen.

So helfen die Leitlinien, Schwachstellen im Bildungssystem zu überwinden und vorhandene Ressourcen besser zu nutzen.

Die Förderung von „Capacity Development“

„Capacity Development“ heißt, Fach- und Führungskräfte der Bildungsministerien und -verwaltungen zu schulen und zu beraten. Der systemische Ansatz bedeutet, Lernprozesse auf allen Ebenen gemeinsam zu initiieren und zu gestalten: von der Schule bis zum Bildungsministerium, vom Individuum bis zur institutionellen Ebene. Die GIZ fördert aus diesem Grund „Capacity Development“ im Bildungssektor durch folgende Maßnahmen:

  • Sie bietet Training, Fortbildung und Beratung für zentrale Entscheidungsträger und Fachkräfte auf allen Bildungsebenen an;
  • Sie schafft die für ein effizientes Bildungssystem angemessenen Organisationsstrukturen und die hierfür benötigte Infrastruktur;
  • Sie fördert den Erfahrungs- und Wissensaustausch zwischen den beteiligten Bildungsinstitutionen, indem sie Netzwerke und Foren einrichtet;
  • Sie initiiert und unterstützt Pilotmaßnahmen und überträgt die hier gewonnenen Erfahrungen und Maßnahmen auf eine größere Region;
  • Sie bindet systematisch die Zivilgesellschaft (vor allem die Eltern) mit ein;
  • Und sie stellt Verbindungen zur Privatwirtschaft her, beispielsweise zu Schulbuchverlagen.

Die Förderung von „Capacity Development“

Im Jahr 2015 werden weltweit voraussichtlich 18 Millionen gut ausgebildete Lehrer und Lehrerinnen fehlen. Die GIZ unterstützt deshalb innovative Modelle, wie zukünftige Lehrer angeworben, aus- und fortgebildet werden können, beispielsweise auch über Fernstudium.


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