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Politischer Wille befördert regionale Waldkooperation

Gemeinsames Side-Event von FAO und GTZ im Auftrag des BMZ beim XIII. Weltforstkongress in Buenos Aires am 17. Oktober

Regionale Waldkooperation schafft eine gemeinsame Vision und bündelt die Arbeit nationaler wie internationaler Akteure und Interessengruppen. Dies der Tenor der Botschaft, die die rund 60 Experten von regionalen Organisationen und Initiativen, nationalen und internationalen Institutionen, Forschungseinrichtungen und Geberorganisationen in den Hauptkongress gaben. Ziel der eintägigen Veranstaltung war es, Innovationspotenzial und politisches Engagement in regionaler Waldkooperation zu fördern. "Gleichzeitig sind die Erwartungen von  nationaler und internationaler Seite an regionale Organisationen und Initiativen sehr hoch", so Evy von Pfeil von der GTZ. „Wir wollten den Workshop deshalb auch dazu nutzen, ein besseres Verständnis darüber zu entwickeln, was regionale Organisationen und Initiativen mit ihren unterschiedlichen Mandaten und inhaltlichen Schwerpunkten realistisch zu leisten imstande sind.“

„Es war ein hervorragender und wichtiger Workshop, der Vertreter verschiedener Regionalorganisationen und Initiativen zusammengebracht hat und damit erneut einen wichtigen Beitrag zum Erfahrungsaustausch geleistet hat. Der Workshop brachte aber auch wichtige Empfehlungen und Anregungen für Regionalorganisationen und Initiativen, wie sie sich international artikulieren und präsentieren können, wie sie sich besser positionieren und wie sie mehr Sichtbarkeit erlangen können. Daran müssen wir weiter arbeiten“. So lautete das Fazit von Horst Freiberg, Leiter des Referates Wald und Klima im Bundesumweltministerium.

Eines ist jedoch allen regionalen Organisationen und Initiativen gemeinsam: Um erfolgreich arbeiten können, benötigen sie den politischen Willen der beteiligten Akteure, einen klaren Auftrag und entsprechende personelle und finanzielle Ausstattung. Internationale Organisationen nehmen dabei eine vermittelnde Rolle ein und unterstützen regionale Organisationen und Initiativen in der Entwicklung ihrer Leistungsfähigkeit.

Dabei verstärkt regionale Waldkooperation nicht nur die Wirkung nationaler Aktivitäten, sondern kann auch unterschiedliche Interessengruppen aus der Wirtschaft und Zivilgesellschaft vereinigen. Regionale Organisationen und Initiativen profitieren aber auch von strategischen Allianzen und Süd-Süd-Kooperationen. Beispiele dafür sind die Kooperation der zentralafrikanischen Waldkommission COMIFAC mit der Kongobeckenwaldpartnerschaft CBFP oder die Zusammenarbeit der drei großen Waldregionen (Südostasien, das Amazonas-Gebiet und Zentralafrika) und ihrer zuständigen Organisationen ASEAN, OTCA und COMIFAC. Letztere, so Raman Letchumanan, Leiter der Umweltabteilung bei ASEAN, habe nicht nur dazu geführt, dass gemeinsame Programme entwickelt und koordiniert würden. Derzeit bereite man auch eine strategische Planung vor und öffne die Diskussion mit den Mitgliedsländern.

Samuel Odalele Mudu, Berater der ECOWAS-Kommission, zeigte sich sehr zufrieden, nicht nur mit dem Ergebnis, sondern auch mit dem Workshop selbst: "Der Workshop bot Gelegenheit, unterschiedliche Ansichten zu erfahren. Hier wurden hochrangige Menschen zusammengebracht. Die Atmosphäre war einzigartig, alle konnten frei ihre Ideen äußern. Die interaktive Methodik war dabei sehr hilfreich. Wir haben an diesem einen Tag mehr erreicht, als bei so manchem 3-Tages-Workshop."

Die Botschaft der Teilnehmer ging nach dem Weltforstkongress auch in andere Foren zu Wäldern, Biodiversität und Klimawandel ein.

Das Side-Event wurde gemeinsam von FAO und GTZ im Auftrag des BMZ organisiert.


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