Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Hintergrund
Nachhaltige Waldwirtschaft ist ein globales AnliegenJedes Jahr werden weltweit 15 Mio. Hektar Wald durch menschlichen Einfluss zerstört. Die Waldzerstörung geht auch deshalb weiter, weil der Beitrag des Waldes zu ökonomischer Entwicklung und zu Armutsminderung völlig unterschätzt wird. Wald als produktiver Sektor kann Armut mindernWald dient der Existenzsicherung, ist Einkommensquelle und Landreserve. Damit bildet der Wald ein Sicherheitsnetz für die extrem Armen, um in Hungers- und Krisenzeiten die Grundbedürfnisse zu decken. Für Menschen ist der Wald überlebenswichtig
Der politische RahmenDie internationale Staatengemeinschaft betonte 1992 auf der Rio-Konferenz der Vereinten Nationen zu Umwelt und Entwicklung die Bedeutung der Wälder für nachhaltige Entwicklung und die Notwendigkeit ihres umfassenden Schutzes. Nach mehreren zwischenstaatlichen Gremien wurde im Jahr 2000 das Waldforum der Vereinten Nationen eingerichtet, das inzwischen von fast allen mit Wald befassten internationalen Organisationen unterstützt wird. Außerdem ergeben sich Verpflichtungen und Anknüpfungspunkte für die Politikgestaltung aus rechtsverbindlichen Konventionen, den Millenniums-Entwicklungszielen und dem Johannesburg Aktionsplan. Wegen der Komplexität des Sektors sind rechtsverbindliche globale Regelungen zur nachhaltigen Waldwirtschaft bislang nicht zustande gekommen. Kurzfristige ökonomische Zwänge und Interessen gestalten eine langfristig ausgerichtete Bewirtschaftung der Wälder häufig sehr schwierig. HandlungsbedarfNachhaltige Waldwirtschaft braucht gute Regierungsführung (Good Governance). Damit der Wald seine Wertschöpfungspotentiale für die nachhaltigen Entwicklung eines Landes entfalten kann, bedarf es also politischer Reformen. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unterstützt Partnerländer bei dieser Aufgabe. Ein wichtiges Anliegen dabei ist, Aspekte nachhaltiger Waldwirtschaft auch in die Entwicklungsstrategien von Sektoren einzubinden, die nicht explizit die Umwelt zum Gegenstand haben, wie z.B. den Finanz-, Infrastruktur-, Landwirtschafts-, Bergbau- oder den Gesundheitssektor.
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