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Herr Dr. László Páncél
E-Mail: laszlo.pancel@gtz.de

Förderung der Kartoffelproduktion

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Förderung der Kartoffelproduktion
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Sozialistische Republik Vietnam
Politischer Träger: Ministry of Agriculture and Rural Development (MARD)
Gesamtlaufzeit: Juli 2003 bis Juni 2009

Ausgangssituation

Vietnam ist nach wie vor ein stark von der Landwirtschaft und deren Entwicklungsdefiziten geprägtes Land. Die ländliche Armut ist mit 27,5% signifikant höher als die Städtische (10,8%), mit den höchsten Armutsraten in den nördlichen Regionen Vietnams. Der überwiegend auf die nördlichen Provinzen Vietnams konzentrierte Anbau von Kartoffeln ist grundsätzlich gut geeignet, die Ernährungssicherung und Einkommenssituation der kleinbäuerlichen Haushalte zu verbessern. Kartoffeln gedeihen in kühleren Jahreszeiten, in denen Reis als wichtigstes Agrarprodukt nicht angebaut werden kann. Die zentrale Problemstellung für eine Steigerung der Produktivität und Rentabilität des Kartoffelanbaus liegt in der mangelnden Verfügbarkeit von ertragreichem, krankheitsfreiem Qualitätspflanzgut zu akzeptablen Preisen. Pflanzkartoffeln werden bislang hauptsächlich aus China (unbefriedigende Qualität zu akzeptablen Preisen) und Europa (gute Qualität auf hohem Preisniveau) importiert.

Ziel

Kleinbäuerliche Haushalte in ausgewählten Gebieten im Norden Vietnams erhöhen nachhaltig ihr Einkommen aus intensivem Kartoffelanbau.

Vorgehensweise

Das Projekt entwickelt und erprobt Methoden einer WTO-Regeln konformen Vermehrung von Kartoffelpflanzgut und verbreitet diese landesweit. Die Qualitätssicherung des Pflanzguts und Zertifizierung wird vom National Centre for Variety Evaluation and Seed Certification wahrgenommen. Nach der Zertifizierung wird das Pflanzgut für den Handel freigegeben.

Um dem Marktbedarf besser gerecht zu werden, wird die Vietnam Potato Association (VPA) gegründet. Sie soll helfen, das Einkommen der Landwirte zu erhöhen sowie die Produktion und die Vermarktung der Kartoffeln zu verbessern. Die VPA soll zudem als Mittler zwischen Landwirten, Forschern, Händlern und Entscheidungsträgern tätig werden.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

Gegenwärtig arbeitet das Projekt mit insgesamt 12 Institutionen und Unternehmen bei der Verbreitung von Saatgutkartoffel zusammen. Bereits 2005 wurden mehr als 12,000 bäuerliche Kleinbetriebe mit dieser Maßnahme erreicht, 2007 steigerte sich diese Zahl auf 26,000.

Die Qualität der den Bauern zur Verfügung gestellten Pflanzkartoffeln hat sich von Jahr zu Jahr verbessert und in Einzelfällen zu deutlichen Einkommenssteigerungen geführt.

Die an der Überwachung der Pflanzgutqualität beteiligten Dienste haben ihre Leistungsfähigkeit deutlich verbessert.

Nachdem anfänglich hauptsächlich öffentliche Institutionen bei der Bereitstellung von Kartoffelpflanzgut engagiert waren, hat sich dies im Projektverlauf deutlich in Richtung privater Pflanzgutfirmen verschoben. Diese kooperieren mit ausländischen Firmen, vornehmlich in Europa und China und haben mit Importen von hochwertigem Kartoffelpflanzgut auf günstigem Kostenniveau für eine landeseigene Weitervermehrung begonnen.


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