GIZ - Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit

GTZ ist jetzt die GIZ - Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Themen > Ländliche Entwicklung > Agrarhandel und Standards > Sozial- und Umweltstandards > Chemikaliensicherheit > Ansatz

Ansprechpartner

Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie von:
Dr. Frank Fecher
Tel.: +49 228 24934-219
Fax: +49 228 24934-215
E-Mail: frank.fecher@giz.de

Ansatz

Zielsetzung des Projekts

Das Projekt soll Partnerländer dabei unterstützen, die aus internationalen Konventionen im Bereich Chemikaliensicherheit resultierenden Verpflichtungen besser wahrzunehmen. Die zuständigen nationalen Instanzen in den Partnerländern sollen in die Lage versetzt werden

  • die notwendigen Notifizierungen über nationale Chemikalienverbote/-restriktionen durchzuführen,
  • Importentscheidungen zu den Prior Informed Consent-/PIC-Chemikalien zu fällen,
  • Inventare von Persistent Organic Pollutants-/POPs-Substanzen zu erstellen,
  • die Finanzierung von Entsorgungsmaßnahmen für POPs-Chemikalien zu organisieren,
  • die Emission von POPs-Substanzen bei Produktions- und Verbrennungsprozessen zu reduzieren sowie
  • für POPs-Chemikalien nicht-toxische Alternativen anzubieten.

Indonesien: Der Umgang mit Chemikalien in einer Gerberei entspricht nicht den Sicherheitsvorschriften (Foto: Joyce Miller)

Konzept des Projekts

Um die dargestellten Ziele zu erreichen, stellt das Projekt eine Verbindung zwischen internationalen Verhandlungsprozessen zur Chemikaliensicherheit (Maßnahmen der relevanten UN-Institutionen FAO, UNEP, Konventionssekretariate, u.a.) und der praktischen Arbeit in den Partnerländern her. Weiterhin arbeitet es eng mit anderen Projekten und Programmen der Technischen Zusammenarbeit zusammen, die thematisch in den Bereichen Umwelt, Gesundheit, Landwirtschaft, Wirtschaft, Wasser und Transport angesiedelt sind. Fachlich werden die Aktivitäten außerdem mit dem Umweltministerium (BMU) koordiniert.

Die Projektarbeit besteht aus Beratungs- und Fortbildungsmaßnahmen, Materiallieferungen für Pilotmaßnahmen und Zuschüssen zur Durchführung von Trainings und Workshops.

Das Projekt setzt die im Folgenden aufgeführten Instrumente des Chemikalienmanagements ein, entwickelt diese weiter und passt sie an die Problemstellungen des jeweiligen Partnerlandes an:

  • Ursachenanalyse und Umsetzung von vorbeugenden Maßnahmen zum Schutz vor Belastungen durch Pflanzenschutzmittel und Industriechemikalien in Wasser, Boden, Luft, am Arbeitsplatz und in Nahrungsmitteln
  • Marktanalysen und Erstellung von Markteinführungsstrategien für alternative Produkte bzw. Produktionsmethoden in Landwirtschaft und Industrie
  • Einführung von Richtlinien zum Chemikalienmanagement in klein- und mittelständischen Unternehmen (Trainingshandbuch und Trainer-Manual)
  • Konzeptentwicklung einschließlich Monitoring zur Emissionsminderung von toxischen Stoffen in Industrieanlagen
  • Training zu Klassifizierung und Etikettierung für Transport und Umgang mit gefährlichen Chemikalien (Globally Harmonized System)
  • Erfassung und Entsorgung von unbrauchbaren Chemikalien (z.B. obsolete Pflanzenschutzmittel, PCB-kontaminierte Transformatorenöle)
  • Koordination der Zusammenarbeit der relevanten Akteure (Behörden, Handel, Industrie, etc.), die für die Umsetzung der Konventionen in Partnerländern zuständig sind (Moderation von Koordinierungssitzungen, Konzepterstellung für nationale und internationale Vernetzung, etc.)
  • Einbindung privatwirtschaftlicher Akteure, z.B. Firmen in den Bereichen Chemie, Biopestizide, Anlagenbau, Sondermüllentsorgung.

Diedrin-Entsorgung in Mauretanien: Umfüllen des Dieldrins in Isotanks für den Transport nach Europa zur Entsorgung (Foto: Wolfgang A. Schimpf)

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