Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Management von obsoleten PestizidenProjektkurzbeschreibung
Bezeichnung: Management von obsoleten Pestiziden
AusgangssituationDie Volksrepublik China, der weltgrößte Pestizidproduzent, hat keine angepassten Entsorgungsstrukturen für überalterte Pestizidbestände und -behälter. Diese sind aufgrund der hohen Toxizität der Pestizide und fehlender Entsorgungstechniken ein akutes Gefahrenpotenzial für Mensch und Umwelt. Schadstoffarme Entsorgungsanlagen sind nicht vorhanden, die notwendigen Überwachungskriterien und -techniken der zuständigen Behörden nur rudimentär vorhanden. Zudem ist die Bevölkerung nicht über die mit den obsoleten Pestiziden verbundenen Gefahren aufgeklärt. ZielRelevante staatliche Institutionen und Dienstleistungsunternehmen in den Provinzen Hubei, Jiangsu und Jilin sind in die Lage, die umweltgerechte Entsorgung von obsoleten Pestiziden und kontaminierten Verpackungsmaterialien sicherzustellen. VorgehensweiseAufgrund fehlender Daten zu Quantität und Qualität obsoleter Pestizide wurden die zuständigen Abteilungen der Landwirtschaftsbehörden in der Provinz Hubei bei der Erstellung eines Katasters über obsolete Pestizidbestände unterstützt. Die Umweltbehörden auf nationaler wie Provinzebene werden mit den Möglichkeiten gefahrloser Entsorgung von Pestiziden und kontaminierten Behältern in Zementdrehrohröfen vertraut gemacht. Parallel werden Vorschriften und Richtlinien zur umweltschonenden Entsorgung der Pestizidbestände erarbeitet. Unter den Pestizidanwendern werden außerdem Sensibilisierungskampagnen durchgeführt, um die mit kontaminierten Verpackungsmaterialien verbundenen Gefahren zu verringern. Die Ergebnisse der Bestandserfassung und Entsorgung obsoleter Pestizide und kontaminierter Behälter sowie der zielgruppenorientierten Medienaktivitäten in den drei Pilotprovinzen Hubei, Jiangsu und Jilin dienen als Modellgrundlage für andere Gebiete Chinas. Das Projekt wird von der Consultingfirma ARGE IP/Integration durchgeführt. Wirkung – Was bisher erreicht wurdeAuf der Basis der Katasterdaten wurden 500 Tonnen obsolete Pestizide einschließlich 140 Tonnen DDT umweltgerecht in einem Zementwerk entsorgt, Dieser Erfolg veranlasste die Landwirtschaftsbehörde von Hubei, weitere 1.000 Tonnen obsolete Pestizide in Eigenverantwortung und mit eigenen finanziellen Mitteln in einem dafür aufgerüsteten Zementwerk unter Einhaltung internationaler Emissionsgrenzwerte zu verbrennen. Hubei ist die erste chinesische Provinz, in der sämtliche bekannten obsoleten Pestizidbestände entsorgt wurden. Die Entsorgung von gefährlichen Chemikalien in Zementwerken ist vom chinesischen Ministerium für Umweltschutz als umweltfreundliche Entsorgungsmöglichkeit anerkannt worden und begründete auf Ministeriumsebene die Entwicklung entsprechender Durchführungs- und Überwachungsrichtlinien. Eine zukünftige großvolumige Entsorgung hochtoxischer Stoffe in chinesischen Zementwerken verringert die CO2-Emissionen in der Zementherstellung. Neu entwickelte Richtlinien und Regularien für eine bessere Kontrolle der Pestizitproduzenten und eine effizientere Sammlung obsoleter Pestizide werden zurzeit eingeführt, was das Entstehen größerer Pestizidbestände in Zukunft reduzieren wird. Durch die Ausstrahlung von Fernsehfilmen zum Thema Pestizide wurde die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit und der politischen Entscheidungsträger erheblich erhöht. Dies führte zu einer Direktive des Staatsrates an verschiedene Ministerien, Pestizid entsorgungsmaßnahmen in den ländlichen Gebieten prioritär zu handhaben und zu koordinieren. Downloads
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