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E-Mail: gerd.fleischer@giz.de

Umweltstrategien für intensive Landwirtschaft in Nordchina

Programmkurzbeschreibung

Bezeichnung: Umweltstrategien für intensive Landwirtschaft in Nordchina
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: China
Politischer Träger: Ministerium für Landwirtschaft (MoA)
Gesamtlaufzeit: 2002 bis 2011

Ausgangssituation

Mit Blick auf das Bevölkerungswachstum und begrenzt verfügbares Ackerland hat China jahrelang intensive Landwirtschaft zur Erzeugung von Nahrungsmitteln gefördert. Der unvernünftige, übermäßige Einsatz chemischer Pestizide und Düngemittel, vor allem anorganischer Nitrate, sowie der Missbrauch tierischer Abfälle belasten die Umwelt erheblich, vor allem den Boden und das Oberflächen- und Grundwasser. Zudem sind Agrarprodukte wie Obst und Gemüse durch diese Praxis schadstoffbelastet und die Erzeugerkosten werden in die Höhe getrieben. In den letzten Jahren hat dies bei Verbrauchern und Regierungsstellen zu wachsenden Zweifeln an der Nachhaltigkeit einer intensiven Landwirtschaft in China geführt.

Ziel

In den Pilotregionen werden ausgewählte Agrarprodukte auf qualitätssteigernde und umweltverträgliche Weise produziert.

Vorgehensweise

In der Provinz Hebei wurden mehrere Bezirke als Pilotregionen des Projekts deklariert. Anschließend wurde ein Konzept für Treibhausanbau erarbeitet und bei den Bauern vor Ort eingeführt. Es verbindet konventionelle mit modernen Verfahren wie den „Farmer Field Schools“ (Feldtage). Neue Bewirtschaftungsverfahren und -techniken, zum Beispiel zur Bewässerung der Treibhäuser, haben den Pestizid-, Düngemittel- und Grundwasserverbrauch unmittelbar reduziert. Darüber hinaus wurden Bauern, die diese Verfahren mit Erfolg auf ihren Höfen einführten, zu „Modell-Bauern“ ausgebildet, die die Techniken an andere Betriebe in der Region weitergeben können. Eine Internetpräsenz wurde eingerichtet, mit der die Bevölkerung über das Projekt und seine Ergebnisse informiert wird.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

Mehr als 20.000 Bauern setzen durchschnittlich 30 Prozent weniger Stickstoffdünger und 20 Prozent weniger chemische Pestizide als ihre Nachbarn ein. Zwei Gemüsekooperativen mit mehr als 500 Mitgliedern wurden nach dem „Green Food“-Standard zertifiziert und haben so ihren Marktzugang verbessert. Durch die gesunkenen Erzeugerkosten stieg das Durchschnittseinkommen der Bauern um 35 Prozent.

Wichtige Elemente des Projektansatzes fanden Eingang in den 11. Fünfjahresplan der Provinz, und die Provinzregierung plant jetzt, diese für 80 Prozent der Gemüseanbaugebiete in den 12. Fünfjahresplan (2011–2016) zu übernehmen.

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