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Frau Karin Hörhan
E-Mail: karin.hoerhan@gtz.de

Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung in der Ernährungswirtschaft

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung in der Ernährungswirtschaft
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwick-lung (BMZ)
Land: Kroatien
Politischer Träger: Ministerium für Landwirtschaft, Fischerei und ländliche Entwicklung der Republik Kroatien
Gesamtlaufzeit: Juli 2004 bis Dezember 2009

Ausgangssituation

Kroatien, Weinbau: Praxisorientierte Beratung von kroatischen Winzer-/innen

Gegenwärtig entsprechen noch nicht alle kroatischen Agrarprodukte den Verbraucherschutzvorschriften der Europäischen Union (EU). Ohne externe Unterstützung wird die Ernährungswirtschaft dem Wettbewerbsdruck auf Dauer nicht standhalten können. Kroatische Produzenten können auf den lokalen und den Märkten der erweiterten EU nur überleben, wenn sie zukünftig die strengen Anforderungen erfüllen und wettbewerbsfähige Preise und Qualität anbieten.

Ziel

Kroatische Unternehmen der Ernährungswirtschaft verbessern ihre Wettbewerbsfähigkeit. Die Reformen der kroatischen Regierung tragen dazu bei, die Landwirtschaft zu modernisieren und auf den gemeinsamen EU-Agrarmarkt auszurichten.

Vorgehensweise

Das Vorhaben unterstützt landwirtschaftliche Betriebe dabei, sich auf die Anforderungen des EU-Agrarmarkts vorzubereiten. Die Produkte sollen sowohl für den heimischen Markt als auch für den Export wettbewerbsfähig gemacht werden. Gut funktionierende Unternehmensverbände sind dabei ein Schlüsselfaktor. Das Projekt unterstützt die Gründung von Verbänden und entwickelt gemeinsam mit den Verbänden Trainings- und Beratungsprogramme für die Unternehmen. Die Maßnahmen richten sich dabei vor allem auf den Bio-Obst- und Gemüsesektor und den Weinbau aus. Beide Sektoren haben großes Entwicklungspotenzial und sind vor allem in den ländlichen, ärmeren Regionen Zentral- und Ostkroatiens beheimatet.
Zuverlässige Qualitätssicherung landwirtschaftlicher Produkte ist eine wesentliche Voraussetzung für die Teilnahme am EU-Markt. Das Projekt berät das Landwirtschaftsministerium, Kammern, Universitäten und Verbände bei der Entwicklung geeigneter Fördermaßnahmen zur Qualitätssicherung und unterstützt bei der Einführung eines Herkunftsschutzes für kroatische Produkte.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

Durch die Beratung bei der Einführung eines Herkunftsschutzes konnte die kroatische Regierung ein nationales Herkunftsschutzgesetz verabschieden. Erzeugergruppen können nun ihre Produkte analog zu EU-Ländern schützen lassen und dadurch besser auf dem EU-Markt absetzen. Mittlerweile haben bereits 13 Erzeugergruppen den Herkunftsschutz für ihre Produkte beantragt.

Die Fördermaßnahmen zur Qualitätssicherung landwirtschaftlicher Produkte führten zur Errichtung eines Qualitätskontrolllabors an der Universität Osijek. Die Universität bietet den Unternehmen dieser strukturschwachen Region Qualitätskontrollen und Beratungen an und hilft ihnen damit, ihre Produkte für den EU-Markt konkurrenzfähig zu machen.

Der von der GTZ gemeinsam mit engagierten Unternehmen ins Leben gerufene Weinverband in der Weinbauregion Kutjevo wird vom Projekt beraten und hat bereits zur Erschließung neuer Exportmärkte geführt. Der Verband agiert inzwischen so professionell, dass vom Landwirtschaftsministerium Fördermittel zur Errichtung eines Weinlabors in Kutjevo zugeteilt wurden. Das Labor wurde kürzlich eröffnet und hilft, die Weinqualität und somit die Exportmöglichkeiten weiter zu verbessern.

Training von kroatischen Bio-Gemüseproduzenten und -produzentinnen

Kroatien, Gemüseanbau: Training von kroatischen Bio-Gemüseproduzenten und -produzentinnen


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