Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit Januar 2011 die Kompetenzen und Erfahrungen von DED, GTZ und InWEnt. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.giz.de.
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Marktorientierte LandwirtschaftProgrammkurzbeschreibung
Bezeichnung: Marktorientierte Landwirtschaft
AusgangssituationIn Ghana lebt fast die Hälfte der Bevölkerung in Armut. Besonders Nahrungsmittelproduzenten leiden unter fehlendem Marktzugang, verzerrten Marktpreisen und schlechter Infrastruktur. Die Agrarwirtschaft hat nur eine geringe Produktivität, die Wettbewerbsfähigkeit auf Inlands- und Exportmärkten ist gering. Die Landwirtschaft bleibt weit hinter ihren Möglichkeiten zurück, zur Einkommenserzielung breiter Bevölkerungsschichten beizutragen. ZielDas Programm verbessert die Wettbewerbsfähigkeit der landwirtschaftlichen Produzenten und Verarbeiter (vielfach Frauen) und erhöht den Anteil der im Lande und auf dem Lande erzielten Wertschöpfung. Damit trägt es unmittelbar zur Armutsbekämpfung bei. VorgehensweiseDas Programm besteht aus drei Komponenten:
Mit dem Landwirtschaftsministerium wurde die Förderung folgender Wertschöpfungsketten vereinbart: Ananas, Citrus, Mango, Chillie-Pfeffer, Grasnager, Perlhühner und Aquakultur. Das Programm unterstützt Produzenten und Verarbeiter, ihre Produkte besser an Markterfordernisse - besonders hinsichtlich der Produkt- und Verarbeitungsqualität - anzupassen und ihre Verfahren zu verbessern. Weiterhin berät das Programm das Landwirtschaftministerium bei der Umsetzung organisatorischer Reformen zur Dezentralisierung, zur Verbesserung seiner Dienstleistungen und der Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft. Wirkung – Was bisher erreicht wurdeIn Zusammenarbeit mit Exportverbänden und anderen Gebern wurde Ghana unterstützt, sich auf einem gemeinsamen Stand auf der Frischfruchtmesse „FruitLogistica“ in Berlin darzustellen. Dieses hat zu Verträgen mit einem erwarteten Umsatz von 3-5 Millionen US-Dollar geführt. Dabei waren nur die beschränkten Liefermöglichkeiten der ghanaischen Produzenten der begrenzende Faktor für weitere Verträge. Die Unterstützung eines saftproduzierenden Betriebes bei der Erreichung von sanitären und ökologischen Standards sowie die Zertifizierung von 1000 Vertragsbauern setzen das Unternehmen in die Lage, 3.000 Tonnen ökologisch zertifizierten Orangensaft pro Jahr im Werte von 1,5 Millionen US-Dollar zu exportieren. Weiterhin fallen dabei 1.000 Tonnen Saft für den lokalen Markt (Wert ca 200-300.000 US-Dollar) an. Gleichzeitig werden 150-200 saisonale Arbeitsplätze zumeist für Frauen geschaffen. |