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Frau Gertraud Faltermeier
E-Mail: Gertraud.Faltermeier@gtz.de

Ländliche Wirtschaftsförderung

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Ländliche Wirtschaftsförderung
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Ghana
Politischer Träger: Ministry of Trade, Industry and President’s Special Initiative (MoTI&PSI) und Ministry of Local Government and Rural Development (MLGRD)
Gesamtlaufzeit: 2003 bis 2012

Ausgangssituation

Die wirtschaftliche Entwicklung in den ländlichen Regionen Ghanas verlief deutlich langsamer als in den städtischen Ballungszentren. Die meisten wirtschaftlichen Aktivitäten haben nur geringe Produktivität. Der Beitrag zum Bruttoinlandprodukt, der im sekundären und tertiären Sektor erwirtschaftet wurde, nahm ebenso wie der Anteil der Beschäftigten im außerlandwirtschaftlichen Bereich nur geringfügig zu.

Dabei bieten die landwirtschaftlichen und natürlichen Rohstoffe in den ländlichen Regionen Ansatzpunkte für vielfältige wirtschaftliche Aktivitäten. Unternehmer nutzen aber bisher kaum das vorhandene Potential.

Ziel

Seit der Dezentralisierung der staatlichen Administration können die lokalen Verwaltungseinheiten, die „District Assemblies“, eigenständig  Maßnahmen zur Förderung der lokalen Wirtschaft planen und umsetzen. Das Projekt entwickelt eine Strategie für die nachhaltige, dezentrale Wirtschaftsförderung durch die ländlichen Distriktverwaltungen.

Private, staatliche und nichtstaatliche Organisationen, die Dienstleistungen für Unternehmen anbieten, konzentrieren sich bislang in den städtischen Regionen im Süden und Zentrum. Jetzt werden aber auch die Rahmenbedingungen für ländliche Unternehmer und Unternehmerinnen verbessert. Hierzu werden
• nachfrageorientierte Unternehmensdienstleistungen (Business Development Services) im ländlichen Raum gefördert,
• Selbsthilfeorganisationen des ländlichen privaten Sektors gestärkt,
• Transparenz über Fördermaßnahmen geschaffen,
• die gezielte Unterstützung des ländlichen privaten Sektors durch den öffentlichen Sektor gefördert.

In der Summe werden ländliche Kleinst-, Klein- und mittelständische Unternehmen gestärkt und die Wertschöpfung in den ländlichen Regionen verbessert. Die Anzahl der Beschäftigten im außerlandwirtschaftlichen Bereich steigt, lokale Industrie, die natürliche Rohstoffe weiterverarbeiten, entwickelt sich und landwirtschaftliche Produkte werden effektiver vermarktet.

Das Vorhaben richtet sich mit seinen Fördermaßnahmen an die wichtigen Beteiligten einer lokalen ländlichen Wirtschaftsentwicklung: Vertreter der Lokalregierungen, des Handelsministeriums und anderer lokaler Ministerien, Selbsthilfeorganisationen und Vertreter der Privatwirtschaft sowie Dienstleistungsanbieter für Unternehmen.

Vorgehensweise

Das Projekt berät die Vertreter der Lokalregierung bei der Entwicklung einer Strategie für dezentrale Wirtschaftsförderung. Durch konzertierte Kommunikationsforen von Vertretern des privaten und öffentlichen Sektors bekommt der ländliche private Sektor mehr Einflussmöglichkeiten auf die Gestaltung seiner Rahmenbedingungen. Das Projekt unterstützt den Aufbau von privaten Dienstleistungsangeboten (Business Development Services) im ländlichen Raum, insbesondere im Bereich der Existenzgründung von agroverarbeitender Industrien.


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