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Herr Dr. Walter Frölich
E-Mail: Walter.Froelich@gtz.de

Saatgutzertifizierung

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Saatgutzertifizierung
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Land: Ägypten
Politischer Träger: Ministry of Agriculture and Land Reclamation (MALR)
Gesamtlaufzeit: Oktober 1994 bis Dezember 2005

Ausgangssituation

Ein wichtiger Produktionsfaktor in Landwirtschaft und Gartenbau sind leistungsfähige und ökologisch angepasste Pflanzensorten, die als zertifiziertes (geprüftes) Saat- und Pflanzgut mit standardisierter Qualität zur Verfügung stehen.
Ein erklärtes Ziel der ägyptischen Regierung ist daher  die Wettbewerbsförderung im Saat- und Pflanzgutsektor. Die GTZ hat bereits in Zusammenarbeit mit dem Partner das ägyptische Prüfwesen für Saatgut auf internationales Niveau angehoben. Im Bereich des Sortenwesens jedoch müssen die gesetzlichen Rahmenbedingungen insbesondere für die privaten Pflanzenzuchtunternehmen noch verbessert werden.

Ziel

Die Prüfung und Beschreibung von Agrarpflanzen soll nach den Richtlinien des Internationalen Verbandes zum Schutz von Pflanzen-Neuzüchtungen (Union Internationale pour la Protection des Obtentions Végétales/ UPOV) erfolgen. Zudem soll ein landesweites Netzwerk für Leistungsprüfungen aufgebaut werden. Diese Prüfsysteme bilden die unerlässlichen Voraussetzungen für ein international anerkanntes Sortenzulassungs- und Sortenschutzverfahren bei Pflanzen-Neuzüchtungen.
Im Rahmen des im Juni 2004 unterzeichneten Assoziationsabkommens mit der Europäischen Union hat sich Ägypten verpflichtet, Vollmitglied der UPOV zu werden. Für eine Aufnahme ist es jedoch erforderlich, die bestehende ägyptische Sortenschutzgesetzgebung samt Durchführungsbestimmungen an die Bedingungen des UPOV-Abkommens von 1991 anzupassen. Nur so wird es ägyptischen Landwirten und besonders den auf den Export ausgerichteten Obst- und Gemüseproduzenten ermöglicht, die im internationalen Vergleich besten Pflanzensorten zu verwenden.

Vorgehensweise

Beraten wird in erster Linie die Behörde für Saatgutzertifizierung und das landwirtschaftliche Forschungszentrum, aber auch das ägyptische Landwirtschaftsministerium. Wichtigste Projektaufgabe ist derzeit, den Sortenschutz zu verankern, um die Aufnahmekriterien der UPOV zu erfüllen.
Die Partnerbehörde und insbesondere das im Oktober 2004 neu eröffnete Sortenschutz-Büro werden beim Ausbau eines Management-Informationssystems unterstützt.
Beraten werden zudem der private Saatgutsektor und seine Organisationen bei der Verbesserung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit.


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