Programmkurzbeschreibung
Bezeichnung: Dezentrale ländliche Entwicklung in Lesotho
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Lesotho
Politischer Träger: Ministerium für Finanzen und Entwicklungsplanung
Gesamtlaufzeit: März 2003 bis Februar 2014
Ausgangssituation
Bild links: Lesotho. Landnutzungsplanung: Ausbildung von Planern zur Auswertung von Luftbildern. Foto: GTZ Lesotho
Bürgernähe, eine ausgeglichene Entwicklung, bessere Lebensbedingungen und eine bessere Grundversorgung in allen Landesteilen - das sind die wichtigsten Ziele der Dezentralisierungspolitik von Lesotho. Ein erster Meilenstein in diesem Prozess war die Wahl von Gemeinderäten im Jahr 2005. Die unklare Rollenverteilung zwischen den Ministerien und den Gebietskörperschaften, offene Fragen bezüglich der Mandate der Gemeinderäte und die zögerliche Übertragung von Entscheidungsbefugnis beeinträchtigen die Leistungsfähigkeit der Kommunen aber noch immer. Nach wie vor sind die Gemeinde- und Distrikträte auf Weisungen des Ministeriums angewiesen. Die AIDS-Pandemie stellt eine zusätzliche Belastung für das Land und die Gesellschaft dar.
Ziel
Ziel des GTZ-Programms ist es, in Lesotho bürgernahe und funktionierende dezentralisierte Institutionen zu etablieren, welche die Grundversorgung der Bevölkerung in allen Landesteilen sicherstellen.
Vorgehensweise
Die GTZ berät Lesotho seit 2002 in Dezentralisierungsfragen und koordiniert die Arbeit der anderen deutschen Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit in diesem thematischen Schwerpunkt. In der letzten Phase des Programmes, die von 2010 bis 2014 läuft, konzentriert sich die GTZ auf:
- Die Vernetzung zwischen den Ministerien und mit der Distrikt- und Kommunalebene mit dem Ziel, dass alle Beteiligten den Dezentralisierungsprozess am Ende des Programms eigenständig und, in Zusammenarbeit mit anderen Gebern, effizient steuern.
- Die Verankerung eines Ansatzes zur Landnutzungsplanung. Die GTZ unterstützt dabei die landesweite Anwendung und Institutionalisierung des Verfahrens zur Landvergabe durch die Kommunen.
- Die Personalentwicklung für dezentrale Dienstleistungen. Hier berät die GTZ die Regierung dabei, einen dezentralen öffentlichen Dienst aufzubauen, damit die Gemeinden bei der Bewältigung ihrer neuen Aufgaben auf qualifiziertes Personal zugreifen können.
- Die Koordination der Unterstützungsleistungen. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit ist Teil eines informellen Verbunds europäischer und multi-lateraler Entwicklungspartner, die Lesotho gemeinsam darin unterstützen, bessere öffentliche Dienstleistungen anzubieten.
- Die Bekämpfung von HIV und AIDS als Querschnittsaufgabe.
Die Consultingfirma Institut fuer Projektplanung GmbH unterstützt das Vorhaben in den Bereichen Wirkungsmonitoring und in der Diskussion der Umsetzung der Dezentralisierung im Lande.
Wirkung – Was bisher erreicht wurde
Mit Unterstützung der GTZ wurden in Lesotho folgende sichtbare Erfolge erzielt:
- Im Jahr 2005 wurden die ersten Kommunalwahlen durchgeführt.
- Zehn Bezirks-, 128 Gemeinderäte und ein Stadtrat haben nach den Kommunalwahlen ihre Arbeit aufgenommen.
- Alle Gemeinden erbringen jetzt spezifische Dienstleistungen für Menschen, die von HIV und AIDS betroffen sind.
- Viele Ministerien setzen einen gemeinsamen Aktionsplan zur Dezentralisierung um.
- Das Ministerium für Lokalregierung setzt seinen Strategieplan ein, um seine Leistungen besser zu erbringen.
- Die Kommunen verwenden für ihre Planungsarbeit ein Handbuch zur Landnutzungsplanung.
- Die Regierung von Lesotho verfügt über ein angepasstes Managementsystem für ihre öffentlich Bediensteten.
- Lesotho setzt ein modernes und transparentes Ausverfahren zur Besetzung von Beamtenpositionen ein.
Bild unten: Lesotho. Tag des öffentlichen Dienstes: Kinder üben ihre Rolle als künftige Bedienstete zusammen mit dem Minister für den Öffentlichen Dienst Hon. S. Sekatle. Foto: GTZ Lesotho
Downloads
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Decentralisation Action Plan For Lesotho
(2009/10 – 2010/11). Supported by MoLGC and GTZ
en-lesotho-decentralisation-action-plan-2009-2010.pdf, 0.26 MB (englisch)
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Human Resources Management & Development Policy Manual
Government of Lesotho
en-lesotho-human-resources-policy-manual.pdf, 0.97 MB (englisch)
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Facilitators' Guidebook for Participatory Council Planning
2007
en-lesotho-guidebook-community-council-planning.pdf, 0.60 MB (englisch)
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Technical Manual for Land Use and Settlement Planning
March 2009
en-lesotho-land-use-settlement-technical-manual.pdf, 1.90 MB (englisch)
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Essential HIV and AIDS Services Package, Community Council Plans Quthing
en-lesotho-aids-hiv-services-packages.pdf, 0.18 MB (englisch)
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District Information Handbook Mafeteng
en-lesotho-district-information-handbook-mafeteng.pdf, 0.75 MB ((englisch))
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Information Handbook Quthing
en-lesotho-quthing-information-handbook.pdf, 0.86 MB (Sprache eintragen)
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Qacha’s Nek District Council
Information Handbook 2009
en-lesotho-qacha-info-handbook.pdf, 1.79 MB (english)
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Mohale's Hoek District Council
Information Handbook 2009
en-lesotho-mohale-hoek-info-handbook.pdf, 2.41 MB (englisch)
Weiterführende Informationen