Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Neue Studie: Talschwellen in degradierten TrockenflusstälernIn den Sahelländern Burkina Faso, Niger und Tschad wurden in den letzten Dekaden gute Erfahrungen mit Talschwellen zur Rehabilitierung und Inwertsetzung degradierter Trockenflusstäler gemacht. Talschwellen erweisen sich als erfolgversprechende Strategie in der Auseinandersetzung mit Dürre. Sie ermöglichen den Zugang zu hochwertigen ackerbaulichen Produktionsflächen an marginalen Standorten und tragen damit zur Ernährungssicherung, Einkommenssteigerung und einem Rückgang der Landflucht bei. Sie sind eine Maßnahme zur Schaffung von Dürreresilienz vulnerabler Bevölkerungsgruppen. Planung und Umsetzung von Talschwellen erfordern technische Expertise, aber auch organisatorische Begleitung (Landnutzungsfragen, Bauherrenschaft durch Kommunen, Managementkomitees) und den Zugang zu landwirtschaftlicher Beratung. Dies macht einen systemischen Ansatz notwendig, der idealerweise in einem Zusammenspiel von Finanzieller und Technischer Zusammenarbeit geleistet wird. Was diesen Ansatz ausmacht, wie er sich in der Praxis bewährt und welche Einsatzmöglichkeiten sich für andere semi-aride Regionen ergeben, beschreibt die aktuelle Publikation „Talschwellen zur Inwertsetzung degradierter Trockenflusstäler“. Die gemeinsam von GIZ und der KfW-Entwicklungsbank erarbeitete Studie demonstriert, dass Talschwellen gut als vervollständigende Rehabilitierungstechnik für degradierte Trockenflusstäler in bereits bestehende Maßnahmen zur Rehabilitierung von Wassereinzugsgebieten integriert werden können. Ihre Stärke spielen Talschwellen vor allem bei der großflächige Sanierung flacher, breiter Trockentäler aus, die stark degradiert sind und in denen ausgeprägte Grabenerosion die sonst üblichen regelmäßigen Überflutungen verhindert. Der hohe Grad der Partizipation der lokalen Bevölkerung in Form von Managementkomitees und der Kommunen als Bauherrn unterstützen den nachhaltigen Charakter dieses Ansatzes. Gemeinsam ausgearbeitete Nutzungsvereinbarungen für Pastoralisten und Landwirte gewährleisten in den Beispielen aus dem Sahel eine nachhaltige Bewirtschaftung der neu gewonnenen landwirtschaftlichen Fläche und leisten einen Beitrag zur Konfliktprävention.
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