Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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ErgebnisseVerbesserte Abstimmung im Arbeitskreis Welternährung Auf Initiative des Beratungsvorhabens Agrarpolitik und Ernährungssicherung konstituierte sich im April 2001 der Info-Kreis Welternährung. Dadurch fand erstmalig ein regelmäßiger Austausch von Informationen zwischen Bundesministerien, staatlichen Durchführungsorganisationen, Nichtregierungsorganisationen und Forschungseinrichtungen zu Themen der Ernährungssicherung in Entwicklungsländern statt. Mit Unterstützung der Bundesministerien für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), die sich als Gastgeber abwechseln, entwickelte sich der Info-Kreis in kurzer Zeit zum Arbeitskreis Welternährung (AKWE), in dem es nicht mehr nur um Informationsaustausch geht. Es finden Fachdiskussionen statt und Aktivitäten zur internationalen Ernährungssicherung und Hungerbekämpfung werden abgestimmt. Das Beratungsvorhaben Agrarpolitik und Ernährungssicherung fungiert als Sekretariat des AKWE. Integrierte Ernährungssicherungsprojekte in Südostasien Bereits drei Jahre nach Beginn der integrierten Ernährungssicherungsprojekte in Laos, Kambodscha und Vietnam konnte man deutlich erste Erfolge sehen. Der Anteil der chronisch unterernährten Kinder unter fünf Jahren war beispielsweise in Kambodscha von 43 auf 37 Prozent und in Laos von 70 auf 50 Prozent zurückgegangen. In der gleichen Zeit stieg der Reisertrag in dem kambodschanischen Projektgebiet um 40, in Vietnam um 66 und in Laos sogar um 85 Prozent. Neue Anbautechniken, die Verwendung von Düngemitteln und verbessertes Saatgut hatten das bewirkt. Die Ernährung der Bevölkerung verbesserte sich nicht nur quantitativ, zunehmend kamen auch Obst, Gemüse, Geflügel und Fisch auf den Speiseplan. Der Anbau neuer Marktfrüchte wie Zuckerrohr, Gewürze, Kaffee oder Obst besserte das Einkommen der Haushalte auf. Die Straßen wurden instand gesetzt, gleichzeitig wurden in Zusammenarbeit mit den Partnern auch Basisgesundheitsdienste eingeführt und der Zugang der Bevölkerung zu sauberem Trinkwasser ermöglicht. Dies und die reichhaltigere Ernährung führte dazu, dass sich der Gesundheits- und Ernährungszustand der Bevölkerung innerhalb weniger Jahre deutlich verbesserte. Zertifizierter Nilbarsch aus Tansania Der Nilbarsch, bei uns bekannt als Viktoriabarsch, ist ein überaus beliebter Speisefisch in Europa und Asien. Mehr als 150 000 Fischerfamilien rund um den Viktoriasee in Kenia, Tansania und Uganda leben von dessen Verkauf. Im Auftrag des BMZ unterstützt die GIZ in Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft in Bukoba (Tansania) ein Pilotprojekt zur Öko-Zertifizierung von Nilbarsch. Gemeinsam mit dem deutschen Zertifizierer Naturland wurden Standards entwickelt, die eine nachhaltige Befischung des Nilbarschs im Viktoriasee sicherstellen. Das Zertifizierungsverfahren trägt zu einem verbesserten Ressourcenmanagement und der Sicherung der Einkommensgrundlage der Fischergemeinden bei. Durch die Zertifizierung werden außerdem die Vermarktungschancen des Nilbarschs verbessert. An der Zertifizierung teilnehmende Fischer-Selbstverwaltungs-Gemeinschaften erhalten zusätzlich zum normalen Preis noch eine Extravergütung für die zertifizierten Fische. Damit können sie in eigener Regie weitere Entwicklungsprojekte zur Verbesserung der Lebenssituation in den Fischergemeinden finanzieren. Es handelt sich um die weltweit erste repräsentative Kleinfischerei in einem Entwicklungsland, die erfolgreich zertifiziert wurde. |