Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit Januar 2011 die Kompetenzen und Erfahrungen von DED, GTZ und InWEnt. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.giz.de.
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Ländliche Entwicklung Dak Lak ProvinzProjektkurzbeschreibung
Bezeichnung: Ländliche Entwicklung Dak Lak Provinz
AusgangssituationIn der Provinz Dak Lak im zentralen Hochland Vietnams, mit ihren großen Wald- und Landwirtschaftsflächen, leben zahlreiche Bevölkerungsgruppen, die ethnischen Minderheiten angehören. Seit der Wiedervereinigung gibt es ein starkes wirtschaftliches Wachstum sowie einen bedeutenden Bevölkerungsanstieg. Die Angehörigen der ethnischen Minderheiten haben sich zunehmend in höher gelegene und weniger fruchtbare Gebiete zurückgezogen, um dort ihren traditionellen Wanderfeldbau zu betreiben. Verkürzte Bracheperioden und vermehrte Rodungen von Waldflächen beschleunigen die Degradierung von Wäldern und Böden. Dieser Prozess ist mittlerweile eine substanzielle Bedrohung der natürlichen Ressourcen und damit ein Kernproblem ländlicher Armut geworden, besonders unter den lokalen ethnischen Minderheiten. ZielDie ethnischen Minderheiten sind stärker an der wirtschaftlichen Entwicklung der Provinz Dak Lak beteiligt, ihre Lebensbedingungen gleichen sich dem Provinzdurchschnitt an. Staatliche Entwicklungsplanung, Mittelallokation und Dienstleistungen entsprechen in zwei Distrikten dem Bedarf der ethnischen Minderheiten. Die Provinzverwaltung beschließt die provinzweite Anwendung erfolgreich praktizierter Modelle. VorgehensweiseBei der Planung und Durchführung kommunaler Entwicklungsmaßnahmen und dem Management natürlicher Ressourcen werden Konzepte und Verfahren verwendet, die die ländliche Bevölkerung stärken. Schwerpunkte des Projekts der GTZ sind:
Interessen und soziokulturellen Traditionen der ethnischen Minderheiten sowie von Frauen in der Landwirtschaft werden stets besonders berücksichtigt. Wirkung – Was bisher erreicht wurdeDie Dorfbewohner der 279 Dörfer und 21 Kommunen der Projektregion haben Dorf- und Kommunalentwicklungspläne eingeführt. Mehr als 85 Prozent der Dorfbewohner meinen, dass die Verfolgung ihrer Prioritäten bereits jetzt wesentlich zur Verbesserung ihrer Lebensbedingungen beigetragen habe. Etwa 6.600 Hektar Waldgebiet sind den beteiligten Dörfern zugeteilt worden. Nach Fortbildungen durch das Projekt sind nun sechs Dörfer in der Lage, Waldwirtschaftspläne zu erarbeiten und dabei einfache Verfahren der Überwachung und Kartografie anzuwenden. Die Verbesserung der Hochlandbewirtschaftung und der ländlichen Systeme der Servicebereitstellung zeigt ebenfalls Wirkung. Die eingeführte Kultivierung von Futtergras ist bei Landwirten innerhalb und außerhalb der Projektregion stark gefragt. Die eingerichteten kommunalen Baumschulen produzieren zusätzlich eine Vielzahl verbesserter Sämlinge. Die Behörden der Provinz haben seit Januar 2005 offizielle Richtlinien für die partizipative Planung der Flächennutzung und Landverteilung für die Provinz herausgegeben. |