GIZ - Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit

GTZ ist jetzt die GIZ - Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.giz.de.

Suche 
Projekte > Kurzbeschreibungen > Management der Naturressourcen der Várzea Amazoniens

Ansprechpartner


Herr Dr. Helmut Eger
Tel.: +55 61 2101 2150
E-Mail: helmut.eger@gtz.de

Management der Naturressourcen der Várzea Amazoniens

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Management der Naturressourcen der Várzea Amazoniens
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Brasilien
Politischer Träger: Brasilianische Umweltbehörde IBAMA
Gesamtlaufzeit: Juli 2001 bis Dezember 2007

Ausgangssituation

Die Überschwemmungsgebiete des Amazonas, die Várzeas, stellen ein einzigartiges Biotop dar, das als Genpool durch seine Biodiversität einen unschätzbaren Wert besitzt, aber auch in seinem ökologischen Gleichgewicht sehr empfindlich ist. Durch den zunehmenden Nutzungsdruck der Anwohner, Neusiedler und Händler ist nicht nur die biologische Vielfalt gefährdet, sondern auch die Lebensgrundlage der Bewohner, die sie nutzen.
Die daraus entstehende Übernutzung der natürlichen Ressourcen, welche die Reproduktionsfähigkeit der genutzten Arten deutlich übersteigt, führen zu einer irreversiblen Degradierung pflanzlicher und tierischer Lebensgrundlagen. Des weiteren führen falsche Nutzungsgewohnheiten wie selektiver Fang von Jung- und Brutfischen, unverträglicher Holzeinschlag, fehlende Aufforstung oder falsche Bodenbewirtschaftung zur Beeinträchtigung der Ressourcen.

Ziel

Die an der Bewirtschaftung und Verwaltung beteiligten staatlichen und nichtstaatlichen Institutionen verbessern die Umweltkontrolle der Várzeas.

Vorgehensweise

Wesentliche Elemente sind Stärkung der Managementfähigkeit staatlicher und zivilrechtlicher Organisationen und die Einführung eines gemeinschftlichen Managements durch alle Beteiligten. Dadurch wird ein nachhaltiges Umweltmanagement ermöglicht, das Umweltschäden minimiert und die Einkommensmöglichkeiten der Zielgruppe optimiert. Um direkte Wirkungen zu erreichen, agiert das Vorhaben auf drei Ebenen: 

  • Anfertigen von strategischen Studien, um Informationsdefizite aufzuarbeiten, 
  • Pilotvorhaben zur Prüfung und Verbreitung  von erfolgversprechenden Entwicklungsansätzen und  
  • Aufbau eines georeferenzierten Informationssystems (GIS) zur Raumordnungsplanung mit dem Ziel der Klärung der Ressourcenverfügbarkeit.

Das Projekt wird in Kooperation mit der KfW Entwicklungsbank durchgeführt.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

Die zu erwartenden Wirkungen sind die Förderung des Zugangs zu staatlichen und privaten Dienstleistungen (Gesundheit, Schulbildung etc.), die Stimulierung eines sensiblen Umgangs mit den Naturressourcen und das Sichtbarmachen von möglichen Konflikten zwischen konkurrierenden Nutzern im Vorfeld. Durch Mitarbeit der Frauen wird ihr Stellenwert in der Gemeinschaft aufgewertet und eine Stabilisierung des sozialen Zusammenlebens erreicht. Die Gleichberechtigung der Geschlechter ist ein wichtiges Nebenziel des Vorhabens.

Die Maßnahmen des Projektes (Seminare, Radioprogramme) haben in den Pilotregionen zur Sensibilisierung der Zielgruppe geführt. Durch Nutzungsabsprachen und Aufbau von Überwachungsstrukturen wurden die lokalen Einkommensmöglichkeiten verbessert, die Fischressourcen adäquat verwaltet und die Überwachungssysteme optimiert.

Überschwemmungsgebiete in Amazonien. © GTZ


GIZ-Weltweit

Ansprechpartner


Herr Dr. Helmut Eger
Tel.: +55 61 2101 2150
E-Mail: helmut.eger@gtz.de
© © Copyright by GIZ. Alle Rechte vorbehalten.
Jobs und Karriere | Publikationen | Newsletter | Ausschreibungen | Presse | Kontakt | Sitemap | Login