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Herr Dr. Jörn Rieken
E-Mail: joern.rieken@gtz.org.kh

Handelsförderung Kambodscha

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Handelsförderung Kambodscha
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Kambodscha
Politischer Träger: Ministry of Commerce
Gesamtlaufzeit: April 2004 bis März 2007

Ausgangssituation

Kambodscha. Handelsförderung, Seidenfärberei. © GTZ

Seit Einführung der Freien Marktwirtschaft 1985 hat Kambodscha erhebliche Fortschritte im Bereich der Liberalisierung seiner Wirtschaft erzielt. So betrug die jährliche Wachstumsrate durchschnittlich 5 Prozent und die Bruttosparquote erhöhte sich im Durchschnitt der Jahre 1996 bis 2001 um rund 10 Prozent.
Die Zahlen sind allerdings auf dem Hintergrund eines äußert niedrigen Pro-Kopf-Einkommens (259 US-Dollar im Jahr 2001) und einer relativ hohen jährlichen Wachstumsrate der Bevölkerung (durchschnittlich 2,6 Prozent von 1999 bis 2002) zu relativieren. Auch beruht das beeindruckende Exportwachstum von in manchen Jahren bis zu 60 Prozent fast vollständig auf der Ausfuhr von Textilwaren.

80 Prozent der  Bevölkerung arbeiten aber immer noch in der Agrarwirtschaft und können von der Entwicklung noch nicht profitieren. Aber auch innerhalb des landwirtschaftlichen Bereichs selbst gibt es Struktur- und Entwicklungsprobleme: nur ein Fünftel der Fläche Kambodschas wird landwirtschaftlich genutzt, davon wiederum werden nur 14 Prozent künstlich bewässert.

Trotz stabiler politischer Situation und einer im asiatischen Vergleich teilweise vorbildlichen Wirtschaftsgesetzgebung, bleibt die praktische Umsetzung vieler Reformprojekte weit hinter den Erfordernissen und Möglichkeiten des Landes zurück.

Neben den genannten strukturellen Defiziten in der Landwirtschaft bilden vor allem organisatorische und personelle Defizite in der Steuer- und Zollverwaltung eine enorme Behinderung für einen frei fließenden Import und Export.

Ziel

Den Handel unterstützende Dienstleistungsangebote tragen zu Beschäftigungsförderung und Einkommensgenerierung in der kambodschanischen Privatwirtschaft bei.

Durch die Nutzung der Angebote wird insbesondere die Effizienz der Wertschöpfungsketten und das Volumen des Handels mit Waren aus den Produktgruppen Cashewnüsse, Seide und organischer Reis gesteigert.

Vorgehensweise

Bei dem Projekt handelt es sich um den Teilansatz Kambodscha des weltweiten Programms „Handelspolitik und –förderung/Wirtschaftsreform und Aufbau der Marktwirtschaft (WIRAM)”.

Es erbringt im Einzelnen folgende Beiträge in Kambodscha:

  • Durchführung von Marktanalysen (Ist-Zustand und Potentiale) für verschiedene Wirtschaftsbereiche; 
  • Entwicklung sektorspezifischer Fördermaßnahmen, von geeigneten Produktprofilen sowie von jeweils zugehörigen handelssteigernden Dienstleistungsangeboten - so genannte „Business Development Services” (BDS); in diesem Arbeitsbereich liegt der Schwerpunkt auf der Betrachtung der Produktgruppen Cashewnüsse, Seide und organischer Reis; die Beratung reicht von betriebswirtschaftlichen Verbesserungen bis zur Kooperation mit in- und ausländischen Handels- und Investitionspartnern;
  • praktische Umsetzung und Erprobung der Förderansätze und BDS;
  • Übertragung der Erfahrungen und Ergebnisse auf andere Sektoren und Produktgruppen.

Kambodscha. Handelsförderung, Verarbeitung von Cashewnüssen. © GTZ


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