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Frau Kirsten Hegener
E-Mail: kirsten.hegener@gtz.de

Programm Nachhaltiges Ressourcenmanagement

Programmkurzbeschreibung

Bezeichnung: Nachhaltiges Ressourcenmanagement
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Kamerun
Politischer Träger: Ministère des Forêts et de la Faune (MINFOF)
Gesamtlaufzeit: Oktober 2003 bis September 2015

Ausgangssituation

Obwohl in Kamerun der große Reichtum an natürlichen Ressourcen ein bedeutendes Potenzial für Wirtschaftsentwicklung und Armutsbekämpfung darstellt, werden diese Möglichkeiten bislang nicht umfassend genutzt. Die Natur wird größtenteils nicht nachhaltig bewirtschaftet, sondern weiter zerstört.

Verschiedene nationale Programme und Strategien zur nachhaltigen Nutzung der Ressourcen scheitern bislang an einer Reihe von Interessenkonflikten und sind überdies wenig aufeinander abgestimmt.

Nun will die Regierung des Landes mit einem Nationalen Waldprogramm, dem Programme Sectoriel Forêts et environnement (PSFE), einen entscheidenden Schritt zur Erreichung ihrer selbst gesetzten Sektorziele tun.

Ziel

Die politischen, gesetzlichen, institutionellen und wirtschaftpolitischen Rahmenbedingungen sind geschaffen, um Gemeinden und private Unternehmen bei der nachhaltigen Bewirtschaftung der Waldressourcen und beim Erhalt der Biodiversität zu unterstützen.

Konflikte zwischen lokalen und nationalen Entwicklungsinteressen sowie den in den internationalen Umweltkonventionen formulierten Schutzzielen werden im Einflussbereich des Programmes modellhaft bearbeitet und Lösungen zugeführt.

Anwohner von geschützten Waldgebieten nutzen die Potenziale des Waldes in nachhaltiger Weise für die eigene Entwicklung.

Ein wirkungsorientiertes Monitoringinstrument stellt aussagekräftige Steuerungsdaten zur Gestaltung der Sektorpolitik und die Fortschreibung des PSFE zur Verfügung.

Vorgehensweise

Schwerpunkt des GTZ-Programmes ist die Koordinierung und Abstimmung aller am PSFE beteiligten nationalen und internationalen Akteure und von deren Aktivitäten. Darüber hinaus wird das PSFE durch enge Zusammenarbeit mit der Comission des Forêts d’Afrique Central (COMIFAC) mit länderübergreifenden Ansätzen in der Region harmonisiert.

Die GTZ hat in diesem Kontext die Themenführerschaft bei der Umsetzung der europäischen Strategie „Forest Law Enforcement, Governance and Trade“ für Kamerun übernommen. Dies beinhaltet beispielweise eine nationale Kontrollstrategie zur Bekämpfung des illegalen Holzhandels.

Weitere Arbeitsschwerpunkt sind die Vermittlung von Wissen und Methoden für eine nachhaltige Ressourcenbewirtschaftung und für die notwendigen Anpassung von Gesetzen und Verwaltungsvorschriften, Aufklärung und Information der Öffentlichkeit sowie die Entwicklung eines Monitoringsystem für die Leistungsbewertung des Nationalen Forstprogramms PSFE. Das Ministère des Forêtrs et de la Faune wird bei der Fortschreibung des Nationalen Programms beraten.

In der Südwest-Region und der Südost-Region Kameruns unterstützt die GTZ in Zusammenarbeit mit staatlichen Behörden, dem WWF sowie der Wildlife Conservation Society (WCS) die Bildung von so genannten „Unité Technique Opérationnelle“ (UTO). UTO sind ein Instrument der Raumordung, das die ökonomischen, ökologischen und wirtschaftlichen Interessen in einer Region harmonisiert.
Unter enger Beteiligung der örtlichen Bevölkerung werden in diesen Regionen zudem Schutzgebiete geplant sowie Bewirtschaftungspläne und Finanzierungspläne für Investitionen erstellt.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

Mit deutscher Unterstützung liegt inzwischen eine kohärente nationale Sektorstrategie mit definierten Prioritäten und mittelfristigen Ausgabenplänen vor.

Eine Raumordnungsplanung nach geographischen, ökologischen und sozio-ökonomischen Kriterien für einzelne Regionen („landscape approach“) wurde zusammen mit der Forstverwaltung und anderen Partnern in einem partizipativen Prozess weit voran gebracht, Managementpläne für zwei wichtige Schutzgebiete liegen vor.

Im Bereich der direkten Unterstützung der örtlichen Bevölkerung wurde unter anderem eine nationale Nichtregierungsorganisation dabei unterstützt, das ökotouristische Angebot in ihrem Umfeld zu vergrößern und die Touristenzahlen in drei Jahren mehr als zu verdoppeln (vgl. „Mount Cameroon Ecotourism Organisation“ unter weiterführende Informationen).
Dörfliche Selbsthilfegruppen in der Südwest- Region bewirtschaften den von der pharmazeutischen Industrie begehrten Rohstoff der Baumart „Prunus Afrikana“ nach Managementplänen und gemäß anerkannter Nachhaltigkeitskriterien.
Mit deutscher Unterstützung wurde eine Anleitung zur Erstellung von Dorfentwicklungsplänen erarbeitet, die den Gemeinden hilft, ihre eigenen Finanzmittel sowie eingeworbene nationale und internationale Fremdmittel wirkungsvoller einzusetzen.

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