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Themen > Ländliche Entwicklung > HIV/AIDS im ländlichen Raum

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E-Mail: rural.development@giz.de

HIV/AIDS im ländlichen Raum

Die Immunschwächekrankheit HIV/AIDS ist vor allem in Afrika südlich der Sahara, aber auch in vielen anderen Regionen der Welt, längst zu einem gesamtgesellschaftlichen Problem dramatischen Ausmaßes geworden. Die Herausforderungen betreffen nicht nur den Gesundheitssektor. Ins Blickfeld gerät auch die ländliche Entwicklung, denn die Folgen von HIV/AIDS sind insbesondere in den ländlichen Räumen verheerend.

Im Fokus der Immunschwächekrankheit: Ländliche Räume
An AIDS erkrankte Familienmitglieder stehen in geringerem Maße als Arbeitskräfte für die landwirtschaftliche Produktion zur Verfügung und Familienangehörige müssen Zeit für die Pflege von erkrankten Angehörigen aufwenden. Weniger Arbeitskräfte bedeuten weniger bewirtschaftete Produktionsflächen und dadurch sinkende Einkommen aus der landwirtschaftlichen Produktion. Anders herum steigen die Kosten für die Gesundheitsversorgung, welche die einzelnen Haushalte aufbringen müssen. Das schwächt die Kaufkraft und führt dazu, dass Geld für den Kauf von Lebensmitteln fehlt.

Konzertierte Handlungen, Bündelung der Kräfte
Ein Erfolg versprechender Lösungsansatz ist die Verankerung der HIV/AIDS-Bekämpfung in Vorhaben der ländlichen Entwicklung. Hierdurch können die beteiligten Akteure – von den einzelnen Haushalten bis hin zu Gemeinden und übergeordneten Ebenen – die Ursachen und Folgen von HIV/AIDS erfassen und Strategien zur Minderung der negativen Auswirkungen nachhaltig umsetzen. Im Vordergrund steht dabei die Unterstützung der ländlichen Bevölkerung bei der Vermeidung von HIV-Infektionen und beim Umgang mit den Folgen von HIV/AIDS.

Unsere Kernleistungen
Wichtig sind die verbindliche Abstimmung der verschiedenen nationalen Sektorpolitiken und die Abstimmung mit den regionalen und lokalen Planungen und Strategien. Voraussetzung für den Erfolg ist das Zusammenspiel unterschiedlicher Aspekte:  

  • Die Steigerung der landwirtschaftlichen Produktivität
  • Ein Wachstum, an dem gerade auch ärmere Bevölkerungsgruppen Anteil haben
  • Die Qualifizierung von Menschen und Institutionen durch kompetente Beratungsdienste
  • Die Verbesserung der Gesundheitsversorgung
  • Die Berücksichtigung der sozialen, kulturellen und religiösen Gegebenheiten
  • Verantwortungsvolle Regierungsführung (Good Governance).

Kernleistungen der GTZ hierbei sind die Beratung bei der Einrichtung von HIV/AIDS-Arbeitsplatzprogrammen, der Aufbau von Kompetenz im Umgang mit HIV/AIDS durch die fachliche, organisatorische und methodische Förderung von staatlichen und nicht-staatlichen Institutionen und regionalen und kommunalen Dienstleistern sowie die Unterstützung von Dorfgemeinschaften bei der Minderung der negativen Auswirkungen von HIV/AIDS auf die Landwirtschaft.



Aktuelles

Rural 21 – The International Journal for Rural Development
No 1/2011 edition: Focus: People on the move


 

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