GIZ - Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit

GTZ ist jetzt die GIZ - Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit Januar 2011 die Kompetenzen und Erfahrungen von DED, GTZ und InWEnt. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.giz.de.

Weiter zur Webseite der GIZ
Suche 
Themen > Ländliche Entwicklung > Ländliche Dienstleistungen > Ländliches Finanzwesen

Ansprechpartner

Weitere Informationen erhalten Sie von:
Albert Engel
E-Mail: rural.development@giz.de

Ländliches Finanzwesen

In den meisten Entwicklungsländern finden sich Kreditgenossenschaften neben Universal- und Entwicklungsbanken und anderen formellen wie informellen Einrichtungen der Kreditvergabe. Die Versorgung mit umfassenden und sinnvollen Finanzdienstleistungen in den ländlichen Regionen ist aber oft nur in Ansätzen gewährleistet. In den Transformationsländern sind ländliche Finanzdienstleistungen infolge von Restrukturierung und Privatisierung teilweise sogar völlig ausgefallen. Die Möglichkeiten für Kredite mit mittleren oder langen Laufzeiten fehlen oft ganz, da sie als riskant gelten und häufig mit höheren Vermittlungskosten verbunden sind. Dabei sind eine vernünftige Zinsgestaltung und Risikobewertung der Kredite, langfristige Refinanzierungen, Termineinlagen sowie die notwendige Eigenkapitalausstattung entscheidende Bestandteile eines effizienten ländlichen Finanzwesens – und damit wichtige Faktoren für die Entwicklung ländlicher Räume.

Risiken senken – Chancen steigern
Für eine nachhaltige Entwicklung im ländlichen Raum ist es wichtig, nicht nur landwirtschaftliche Aktivitäten über Kredite zu finanzieren, sondern bei der Kreditvergabe auch nicht-landwirtschaftliche Betriebe mit einzubeziehen. Zu den anderen wesentlichen Kriterien gehören die graduelle Entwicklung von Laufzeiten und Volumina der Kredite, der Aufbau einer Kreditkultur durch Schulung der Kreditnehmer sowie die Verbindung mit nicht-finanziellen Dienstleistungen, z.B. die Versorgung mit Vorleistungen für die Landwirtschaft oder die Unterstützung beim Absatz der Produkte. Durch eine Diversifizierung des Kreditportfolios der vergebenden Institute oder durch die Entwicklung von Kreditversicherungen können zudem viele Kreditrisiken vermindert werden.

Ländliches Finanzwesen umfasst aber mehr als die Versorgung mit landwirtschaftlichen Krediten. Im Interesse größerer wirtschaftlicher Nachhaltigkeit sollen ländliche Finanzinstitutionen auch Ersparnisse mobilisieren. Gerade für ärmere Bevölkerungsgruppen sind Sparprodukte oft sinnvoller als Kredite.

Stärkung ländlicher Finanzdienstleistungen
Die Stärkung des ländlichen Finanzwesens ermöglicht landwirtschaftlichen Produzenten in Entwicklungsländern einen verbesserten Zugang zu Krediten und den ländlichen Haushalten zu Spardienstleistungen, Zahlungsverkehr und Versicherungen. Wichtige Handlungsfelder der GTZ sind in diesem Zusammenhang:

  • die wirtschaftliche und institutionelle Stärkung von Spar- und Kreditgenossenschaften
  • der Aufbau und die Effizienzsteigerung von kommunalen Finanzeinrichtungen
  • die Entwicklung von nachhaltigen Agrarkreditprodukten und Versicherungen
  • die Ausstattung von kleinen Finanzinstitutionen in ländlichen Räumen
  • die Finanzierung von (Agrar-) Wertschöpfungsketten.



Aktuelles

Rural 21 – The International Journal for Rural Development
No 1/2011 edition: Focus: Demographic Change

Verwandte Themen

Ansprechpartner

Weitere Informationen erhalten Sie von:
Albert Engel
E-Mail: rural.development@giz.de
© © Copyright by GIZ. Alle Rechte vorbehalten.
Jobs und Karriere | Publikationen | Newsletter | Ausschreibungen | Presse | Kontakt | Sitemap | Login