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Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit Januar 2011 die Kompetenzen und Erfahrungen von DED, GTZ und InWEnt. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.giz.de.

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Themen > Ländliche Entwicklung > Ländliche Dienstleistungen > Wissensdienstleistungen

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Albert Engel
E-Mail: rural.development@giz.de

Wissensdienstleistungen

Anwendbares Wissen und Zugang zu relevanten Informationen sind Grundvoraussetzungen für eine nachhaltige soziale und ökonomische Entwicklung. Die ländliche Bevölkerung in Entwicklungsländern benötigt deshalb einen ausreichenden Zugang zu diesen Dienstleistungen. Aber anders als in den Städten ist hier die Kommunikationsinfrastruktur in Form von Telefon oder Internet schlechter und die Zahl der Angebote aus Forschung, Beratung und Training geringer. Auch deshalb muss im ländlichen Raum das Angebot an flächendeckenden, effizienten Dienstleistungen erheblich verbessert werden

Bessere Qualifizierung
Wissensdienstleistungen tragen zur Qualifizierung bei und wecken Entwicklungsimpulse. Sie erhöhen die Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit von lokalen Betrieben, helfen Kosten zu senken sowie den Anforderungen neuer Märkte gerecht zu werden. Bessere Qualifizierung ist entscheidend dafür, dass Bauern, Verarbeiter und andere Firmen sinnvoll investieren können.

Wissensdienstleister müssen kompetent, kosteneffektiv, flexibel und für alle erreichbar sein. Deshalb werden mehr lokale Anbieter mit ausreichender Qualifikation und Kapazität benötigt, die unabhängig von Zuwendungen des Staates und anderer Geber wirtschaften können.

Kundenorientierung und Armutsminderung als Kernpunkte
Das Ziel ist es, einen sich selbst regulierenden, transparenten und gut funktionierenden Sektor für Wissensdienstleistungen zu entwickeln, der breitenwirksam ist und sich finanziell selber trägt. Gemeinsam mit ihren Partnern arbeitet die GTZ auf verschiedenen Ebenen, um die Lücke für Wissensdienstleister im ländlichen Raum zu schließen. Kernpunkte dabei sind Kundenorientierung sowie die Armutsorientierung bei der Auswahl von Dienstleistungen.

Die Bereiche der Wissensdienstleistungen umfassen:

  • angewandte land- und ernährungswissenschaftliche Forschung
  • ländliche Beratung für Produktion, Verarbeitung, Management, Ökologie, Verbands- und Finanzwesen
  • Informationsdienstleistungen für die Verbreitung von Markt-, Produktionsmittel-, Wetterdaten sowie für „e-learning“
  • Trainingsinstitutionen für non-formale berufliche Qualifizierung.

Hierzu ein Beispiel aus der Praxis:
Im Projekt „BASED“ in Südafrika definieren die Bauern ihren Dienstleistungsbedarf selbst. Sie organisieren sich u.a. für die effektive Nutzung der angeforderten Dienstleistungen. Dafür müssen sich die Dienstleister schrittweise für die gestiegenen Ansprüche qualifizieren und schließlich bei der Distriktverwaltung akkreditieren. Die Provinzverwaltung unterstützt diese Entwicklung, indem sie eine Mitfinanzierung privater und zivilgesellschaftlicher Dienstleister ermöglicht.



Aktuelles

Rural 21 – The International Journal for Rural Development
No 1/2011 edition: Focus: Demographic Change

Im Blickpunkt

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