Für die Menschen im ländlichen Raum ist die Nutzung der vorhandenen natürlichen Ressourcen das wichtigste Mittel der Nahrungsmittelproduktion und damit auch zur Ernährungssicherung, sei es zur Selbstversorgung oder durch die Vermarktung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse. Fest steht deshalb: Investitionen in die Landwirtschaft und in den ländlichen Raum zeigen im Kampf gegen die Armut beeindruckende und oft auch rasch zu erzielende Erfolge.
In vielen Ländern: Umweltzerstörung und Erosion schreiten voran
Die Zerstörung von natürlichen Ressourcen gefährdet die Existenzgrundlage armer Menschen. Gleichzeitig zwingt die Not die Armen oft zum Raubbau an der Natur. Umwelt- und Ressourcenschutz gepaart mit einer nachhaltig betriebenen Landwirtschaft sind deshalb ein wichtiger Teil der Armutsbekämpfung.
Versteppung, Entwaldung, Bodenerosion und abnehmende landwirtschaftliche Erträge sind dabei meist die Folge von nicht nachhaltigen Wirtschaftsweisen. Mehr als 1,9 Billionen Hektar Land weltweit leiden unter den Folgen von Bodenerosion. Zu kleine Betriebsflächen, unvorteilhafte Produktionsbedingungen und fehlender Marktzugang führen zur Übernutzung der Landflächen und dadurch zu sinkender Bodenfruchtbarkeit.
Lösungen rücken Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt
Nachhaltige Landwirtschaft und eine umfassende Entwicklung der ländlichen Räume sind die Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung insgesamt. Die GTZ unterstützt die Menschen in den Partnerländern darin, Konzepte der nachhaltigen Landwirtschaft so umzusetzen, dass die Ressourcen Land, Wasser und Luft optimal genutzt werden – und das bei einer möglichst hohen Produktivität. Dabei sind neben ökologischen auch soziale und ökonomische Nachhaltigkeitskriterien relevant. Partnerschaftliche Ansätze befähigen die in der Landwirtschaft tätigen Menschen, ihre Lebensbedingungen durch eigene Anstrengungen zu verbessern und die Potenziale der Landwirtschaft zu nutzen, ohne sie über ihre Regenerationsfähigkeit hinaus zu zerstören.
Von allen Seiten betrachtet: Nachhaltigkeit hat viele Aspekte
Eine wichtige Rolle bei der Umsetzung der Konzepte spielen die Unterstützung von Forschung und Entwicklung, die Aufbereitung und Nutzung von lokalen Kenntnissen ebenso wie die Vermittlung von Expertenwissen. Besondere Bedeutung haben darüber hinaus die Stärkung von staatlichen und nicht-staatlichen ländlichen Dienstleistern sowie die Beratung nationaler Entscheidungsträger, um die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen.
Die wichtigsten Handlungsfelder hierbei sind die Förderung von
- nachhaltigen Nutzungskonzepten
- lokalen Dienstleistern in der Landwirtschaft
- Rahmenbedingungen zur Umsetzung einer nachhaltigen Landwirtschaft.