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Ernährungssicherungspolitik

Mit den Millennium Entwicklungszielen (Millennium Development Goals, MDG) hat sich die Weltgemeinschaft verpflichtet, die Anzahl der absolut Armen – und das heißt der Hunger leidenden Menschen – bis 2015 um die Hälfte zu verringern. Regierungen sind daher gefordert, langfristig orientierte politische Konzepte zu verfolgen, um Ernährungssicherheit für alle Bürger ihres Landes zu erreichen.

Die globale Dimension: Hunger ist noch immer eine feste Größe
Trotz ausreichender Nahrungsmittelproduktion im globalen Maßstab ist die Ernährungsunsicherheit in vielen Entwicklungsländern eine fortdauernde Herausforderung. Armut, stagnierende Nahrungsmittelproduktion bei steigendem Bevölkerungswachstum, Ressourcendegradation, Verbreitung von HIV/AIDS, Vernachlässigung ländlicher Räume, aber auch Kriege und die Folgen von Naturkatastrophen sind die Ursachen dafür, dass immer noch über 800 Millionen Menschen weltweit hungern. Nach Angaben der WHO sterben heute mehr Menschen an den Folgen von Hunger und Unterernährung als an AIDS, Malaria und Tuberkulose zusammen.

Politikberatung: Ausgangspunkt für erfolgreiche Ernährungsstrategien
Durch eine umfassende und zielgerichtete Politikberatung soll die Grundlage für eine nachhaltige Ernährungssicherung von Bevölkerungsgruppen in städtischen und ländlichen Regionen eines Landes gelegt werden. Am Ende dieses Prozesses stehen die Planung und Umsetzung angepasster Ernährungsstrategien.

Die GTZ arbeitet in der Ernährungssicherung eng mit den wichtigsten Akteuren der staatlichen, halbstaatlichen und nicht-staatlichen Entwicklungszusammenarbeit zusammen. Die Kooperation reicht von fachlicher Beratung über Fortbildung bis hin zur Gewährung finanzieller Zuschüsse zu Einzelmaßnahmen. Die GTZ tritt dabei oft als Moderator in nationalen Abstimmungsprozessen auf. Darüber hinaus berät sie die Bundesregierung bei der Umsetzung ihrer internationalen Verpflichtungen und betreibt breite Öffentlichkeitsarbeit.

Die GTZ unterstützt nationale und internationale Organisationen insbesondere bei:

  • nationalen Strategien der Ernährungssicherung
  • der Gestaltung internationaler Rahmenbedingungen
  • der Umsetzung von Strategien auf nationaler und dezentraler Ebene.

Staatliche und nicht-staatliche Institutionen und Organisationen in Partnerländern richten ihre Strategien und Vorhaben heute stärker denn je auf Ernährungssicherung aus. Die bessere Koordination der vielschichtigen Problemlage führt zu einer effizienteren Umsetzung von Armuts- und Hungerbekämpfungsmaßnahmen. Die Relevanz von Ernährungssicherungspolitik wird längst auch in der Öffentlichkeit stärker wahrgenommen und anerkannt.



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