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Albert Engel
E-Mail: rural.development@giz.de

Ländliche Infrastruktur

Die Infrastruktur in den ländlichen Regionen vieler Partnerländer ist ein entscheidender Faktor für eine effiziente und sich selbst tragende Entwicklung. Nicht nur wichtige Produktions- und Produktivitätssteigerungen in der Landwirtschaft hängen davon ab, sondern auch der Zugang zu Märkten.

Infrastruktur als Entwicklungsfaktor
Im ländlichen Raum vieler Partnerländer ist die Infrastruktur nur schwach entwickelt. Wasser- und Energieversorgung, die Verkehrsinfrastruktur sowie Informations- und Kommunikationstechnologien sind oft nicht so gestaltet, wie es für die Anbindung des ländlichen Raumes an die nationalen, regionalen oder internationalen Märkte notwendig ist. Die stetigen Herausforderungen bei der Vermarktung von Agrarprodukten und anderen Handelsgütern oder Dienstleistungen sind erheblich. Vielerorts müssen die Transportmöglichkeiten sowie Lagerungs- und Frischhaltebedingungen geschaffen werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die staatlichen Mittel für die Bereitstellung von Infrastruktur und deren Unterhaltung meist sehr begrenzt sind.

Mehr Chancen durch Schaffung besserer Rahmenbedingungen
Ziel einer ausreichenden Infrastrukturversorgung ist die Anbindung der ländlichen Gebiete an die städtischen Zentren. Damit werden Marktchancen für Agrar- und andere Produkte eröffnet sowie wichtige Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung des ländlichen Raumes gesetzt. Nicht zuletzt sichert soziale Basisinfrastruktur die Grundversorgung mit Gesundheitsdiensten und Bildungseinrichtungen für die ländliche Bevölkerung.

Im Mittelpunkt steht die nachfrageorientierte Planung ländlicher Infrastruktur. Hierzu gehört die Erstellung regionaler Infrastruktur-Rahmenpläne, die sich an den Bedürfnissen der jeweiligen Regionen und Gemeinden orientieren. Entscheidendes Kriterium bei der Planung ist die Berücksichtigung der wirtschaftlichen Entwicklungspotenziale.

Weitere Aspekte sind:

  • Beteiligung der unterschiedlichen Interessengruppen an Planungsprozessen
  • Förderung von Partnerschaften zwischen Staat, Zivilgesellschaft und Privatwirtschaft für die Bereitstellung und Unterhaltung von Infrastruktur
  • Unterstützung beim Aufbau selbst tragender Unterhaltungssysteme.

Auf dem richtigen Weg: Infrastruktur sichert Perspektiven
In zahlreichen Partnerländern hat die GTZ Investitionen in Infrastruktur planerisch unterstützt. Verbesserungen bei ländlichen Zufahrtsstrassen, Einrichtungen der Basisgesundheit und der Grundschulversorgung, der ländlichen Wasserversorgung sowie ländlichen Märkten haben dazu geführt, dass

  • sich Beschäftigungs- und Einkommensmöglichkeiten im ländlichen Raum verbessern
  • ländliche Räume eine Ausgleichsfunktion für Ballungsgebiete wahrnehmen können und
  • eine gleichmäßigere Entwicklung städtischer und ländlicher Regionen erfolgt, was Landflucht und soziale Unruhen verringert.



Aktuelles

Rural 21 – The International Journal for Rural Development
No 1/2011 edition: Focus: Demographic Change

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