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Dezentrale ländliche Entwicklung

Nur auf den flüchtigen Blick stehen Entwicklungsländer vor der gleichen Ausgangslage und den gleichen Herausforderungen. Tatsächlich aber sind die Bedingungen von Land zu Land und von Region zu Region verschieden. Dezentrale Entscheidungsprozesse weisen hier einen Ausweg auf, der den jeweiligen Bedingungen vor Ort gerecht wird.

Dezentralität ist eine zentrale Frage
Immer stärker ist auch im ländlichen Raum eine gute, d.h. vor allem kompetente Regierungsführung gefordert, um ländliche Entwicklungsstrategien sinnvoll planen und effizient umsetzen zu können. Eine wesentliche Funktion dabei leisten dezentrale Verwaltungsstrukturen: Bürger werden so weit wie möglich in die Entscheidungsprozesse innerhalb der zuständigen Verwaltungseinheiten (z.B. Gemeinde, Kreis, Provinz, etc.) eingebunden. Denn nur wenn die Entscheidungsprozesse transparent sind und von den Beteiligten mitgetragen werden, sind Fortschritte erzielbar.

Dezentrale Planung und Umsetzung erfordern grundsätzliche Änderungen des Verwaltungsdenkens und -handelns vor allem auf den nationalen und regionalen Ebenen. Die Realität hält allerdings oft nicht Schritt mit den politischen Absichtserklärungen. Hier setzen die Maßnahmen der GTZ an.

Teilhabe ermöglichen
Hauptziel dezentraler ländlicher Entwicklung ist es, Entscheidungen, welche die ländliche Bevölkerung direkt betreffen, so nahe wie möglich auf die unterste Ebene des Staatsaufbaus zu verlagern. Auf diese Weise werden die Entscheidungsprozesse für alle Beteiligten transparent und bürgernahe Möglichkeiten zur Teilhabe eröffnet.

Gestützt auf ihre langjährigen und vielfältigen Erfahrungen mit Dezentralisierung weltweit bietet die GTZ Fach- und Prozessberatung zur Umsetzung von Dezentralisierung sowie zur guten lokalen Regierungsführung an. Diese Beratung erfolgt auf unterschiedlichen Ebenen und schließt die nationale Ebene ein. Im Vordergrund steht dabei die Qualifizierung staatlicher und nicht-staatlicher Institutionen und Akteure. Von den Bürgern getragene Entscheidungen ermöglichen bedarfsgerechtere, innovativere und kostengünstigere Lösungen, d.h. gelungene dezentrale ländliche Entwicklungsprozesse.

Der Weg zum Erfolg
Die Qualität aller, auch der von privater Seite erbrachten Dienstleistungen, wird zum Maßstab der tatsächlich erreichten Wirkungen für die ländliche Entwicklung. Dabei ist mittels geeigneter Entscheidungen, durch Koordination und Vermittlung (Mediation), für einen Interessensausgleich zugunsten benachteiligter Bevölkerungsgruppen zu sorgen – zu letzteren gehören in vielen Ländern noch immer die Frauen. Nur über ordnungsgemäß verlaufende Wahlen von Interessensvertretern lassen sich solche Ausgleichsprozesse sicherstellen.



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