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Landmanagement

Boden: Wirtschaftsgut und Produktionsfaktor
Boden ist die Lebensgrundlage der meisten Menschen in den ländlichen Räumen auf der Welt. Er ist ein Produktionsfaktor für die Landwirtschaft. Und er ist ein Wirtschaftsgut. Boden und Land sind zugleich aber auch die Ursache zahlreicher Konflikte. Dabei ist klar: Sichere Eigentums-, Nutzungs- und Verfügungsrechte sowie ein fairer Zugang zu Land stellen unverzichtbare Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Entwicklung dar – Rahmenbedingungen, die in vielen Partnerländern jedoch fehlen.

Erosion: Wenn der Boden unter den Füßen verloren geht
Mit der wachsenden Bevölkerung nimmt der Druck auf Land ständig zu. Unsichere Verfügungsrechte und Besitzverhältnisse behindern vielerorts jedoch Investitionen in den ländlichen Bereich. Als Folge davon entstehen Konflikte, das landwirtschaftlich nutzbare Land wird aufgrund von Bodenverschlechterung immer knapper und die Armut verschärft sich. Die Lösungsansätze sind vielschichtig: Einerseits muss die politische Bereitschaft bestehen, Konzepte für ein beständiges Landmanagement zu entwickeln. Andererseits gibt es oft auch erheblichen Nachholbedarf bei fachlichen Kapazitäten und Kompetenzen für eine berechenbare Bodenpolitik.

Transparente Strukturpolitik: Landmanagement muss von allen getragen werden
Eine umfassende Beratung der politischen Entscheidungsträger stellt sicher, dass die Bodenpolitik in einem transparenten und öffentlichen Prozess diskutiert und gesetzlich verankert wird. Konflikte um Land werden dadurch entschärft.

Die GTZ unterstützt die Partnerländer strukturpolitisch bei einem verbesserten Landmanagement, um so Beiträge zur Minderung von Armut und zum Eindämmen von Konflikten zu leisten. Im Mittelpunkt stehen:

  • die Gestaltung von Landreformprozessen
  • die Schaffung von Investitions- und Beleihungssicherheit
  • ein gerechter Zugang zu Land für beide Geschlechter
  • die Formalisierung traditioneller Regelungen und Rechtsharmonisierung
  • die sozialverträgliche Weiterentwicklung des Bodenrechts
  • die nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen.

Um auf allen Entscheidungsebenen Beratungsleistungen anzubieten und auf die jeweiligen Bedürfnisse der Partner einzugehen, konzentrieren sich die Instrumente auf Bodenpolitik, Landgesetzgebung, Rechtsberatung, Landadministration, Landentwicklung, die Umsetzung von Agrar- und Landreformen sowie Aus- und Fortbildung.

Nicht nur auf dem Papier: Rechtssicherheit und effiziente Verwaltung
Ein Beispiel aus der Praxis: In Kambodscha beriet die GTZ bei der Schaffung von Institutionen für Landangelegenheiten. Dabei wurde ein System zur Landklassifizierung erarbeitet und mit der landesweiten Erfassung der Eigentums- und Nutzungsrechte durch Kataster und Grundbuch begonnen. Das neugeschaffene Regelwerk, das viele Gemeinden bereits erfolgreich anwenden, gewährleistet Rechtssicherheit beim Zugang und der Nutzung von Land.



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