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Themen > Ländliche Entwicklung > Ländliche Wirtschaftsförderung > Agrarpolitik

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Albert Engel
E-Mail: rural.development@giz.de

Agrarpolitik

Wachstum in der Landwirtschaft und der Wirtschaft insgesamt sind in agrarisch geprägten Ländern besonders eng miteinander verbunden. Erfolgreiche Armutsminderung ist ohne wirtschaftliches Wachstum kaum möglich. Aufgabe der Agrarpolitik ist es deshalb, dieses Wachstum zu ermöglichen und gleichzeitig den Rahmen zu gestalten, der für eine nachhaltige ländliche Entwicklung erforderlich ist.

Aufgaben der Agrarpolitik
In den meisten Entwicklungsländern trägt die Landwirtschaft die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Ein prosperierender Agrarsektor ist damit die Grundlage für jede sozioökonomische und armutsmindernde Entwicklung. Zu einer armutsmindernden und nachhaltigen Agrarpolitik gehören: 

  • die Sicherung des Zugangs der ländlichen und städtischen Bevölkerung zu Nahrungsmitteln ausreichender Qualität
  • die Sicherung von Beschäftigung und von angemessenem Einkommen für die in der Landwirtschaft tätigen Erzeuger und Lohnarbeiter bzw. Alternativen hierzu durch außerlandwirtschaftliche Einkommen
  • eine erhöhte Wertschöpfung und ein stärkerer Beitrag der Agrarproduktion zum Bruttoinlandsprodukt durch diversifizierte Erzeugung und Weiterverarbeitung landwirtschaftlicher Primärprodukte
  • die Förderung des Exports von hochwertigen Agrarprodukten als Beitrag zur nationalen Handelsbilanz
  • die Nutzung der produktiven Rolle des Agrarsektors (z.B. durch Einsatz arbeitssparender Technologien oder Kulturen) bei Strategien zur Minderung der negativen Auswirkungen von HIV/AIDS
  • die Sicherung der natürlichen Ressourcen, insbesondere des landwirtschaftlich nutzbaren Bodens und des Wassers.

Schaffung besserer Rahmenbedingungen
Im Vordergrund der agrarpolitischen Beratung steht die Unterstützung der Partnerländer bei der Schaffung von Rahmenbedingungen und bei der Begleitung von Veränderungsprozessen im ländlichen Raum. Ziel ist die Gestaltung einer effizienten und gut abgestimmten Agrarpolitik, die von der Zivilgesellschaft mitgetragen wird. Immer wichtiger werden auch Strategien, die den neuen Herausforderungen wie z.B. Handelsliberalisierung, Konventionen oder der EU-Erweiterung gerecht werden.

Die GTZ beteiligt sich am politischen Dialog in den verschiedenen Bereichen (Sektoren); sie moderiert und unterstützt gesellschaftliche Abstimmungs- und Veränderungsprozesse und wirkt an der Ausgestaltung der agrarpolitischen Rahmenbedingungen mit. Hierzu greift sie auf ein fein abgestimmtes Instrumentarium aus Methoden der Technischen Zusammenarbeit zurück, z.B. durch die Verknüpfung von Instrumenten aus der Fach-, Organisations- und Politikberatung.



Aktuelles

Rural 21 – The International Journal for Rural Development
No 1/2011 edition: Focus: Demographic Change

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