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Verbesserung des Qualitätsmanagements im öffentlichen Gesundheitswesen

Programmkurzbeschreibung

Bezeichnung: Verbesserung des Qualitätsmanagements im öffentlichen Gesundheitswesen
Auftraggeber: Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Guinea
Politischer Träger: Gesundheitsministerium
Gesamtlaufzeit: September 2001 bis Oktober 2009

Ausgangssituation

Guinea. Die Mauern eines Gesundheitszentrums werden für AIDS-Aufklärung genutzt. © GTZ

Die staatlichen Gesundheitseinrichtungen in Guinea werden von der Bevölkerung wenig genutzt. Das Gesundheitspersonal arbeitet unter schlechten Bedingungen, die Einrichtungen sind unzureichend ausgerüstet. Geringe Gehälter, schlechte Infrastruktur, fehlende Instrumente und Medikamente beeinträchtigen auch die Motivation und das Engagement des Personals bei den täglichen Aufgaben.

Ziel

Die Qualität des Gesundheitssystems wird nachhaltig verbessert.

Vorgehensweise

Das guineische Gesundheitsministerium hat mithilfe der GTZ einen Qualitätswettbewerb entwickelt, um die Gesundheitseinrichtungen zu überprüfen, Schwachstellen aufzuzeigen und Verbesserungsmöglichkeiten zu entwickeln.An dem so genannten „Qualitätswettbewerb“ nehmen die Einrichtungen und Gesundheitsbehörden freiwillig teil. Der Wettbewerb beinhaltet verschiedene Stufen, die sich an weltweit anerkannten Strategien des Qualitätsmanagements orientieren. Die Arbeitsweise des guineischen Gesundheitssystems wird anhand dieser Kriterien in verschiedenen Bereichen ausgewertet und verbessert. Mit dem „Qualitätswettbewerb“ prüft das Gesundheitsministerium unter anderem die Fach- und Managementkompetenz der einzelnen Einrichtungen, die Zufriedenheit der Kunden und Patienten und erhält Änderungsvorschläge von den Mitarbeitern im Gesundheitswesen. Der Qualitätscheck umfasst neben der Selbstevaluierung der teilnehmenden Einrichtungen auch eine externe Analyse und die Erarbeitung von Verbesserungsvorschlägen. Die GTZ begleitet den Wettbewerb zusammen mit dem Ministerium in allen Stufen. Sie bereitet die Teilnehmer auf die Wettbewerbsdurchführung vor und unterstützt sie anschließend bei der Verbesserung ihrer Dienstleistungen. Die GTZ entwickelt dafür zunächst gemeinsam mit den Einrichtungen Verbesserungspläne und stellt anschließend sowohl Personal als auch finanzielle Mittel für deren Umsetzung bereit. Damit das gesamte Gesundheitssystem in diesen Prozess einbezogen ist, berät die GTZ auch die Behörden und das Ministerium. Die Ergebnisse des Wettbewerbs diskutiert die GTZ mit den politischen Verantwortlichen in der Regierung und in den einzelnen Regionen.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

Das zunehmende Interesse am Qualitätswettbewerb in Guinea zeigen die jährlich steigenden Teilnehmerzahlen: während 2001 noch 128 Gesundheitseinrichtungen aus vier Regionen teilnahmen, waren es 2005 beim dritten Mal bereits 180 Einrichtungen aus fünf Regionen und der Hauptstadt Conakry. Mehrere internationale Partner wie die EU, Organisationen der französischen Entwicklungszusammenarbeit und die Weltbank haben sich diesem Prozess inzwischen angeschlossen und unterstützen ihn finanziell. Mithilfe von GTZ International Services und der Weltbank soll der Qualitätswettbewerb in Zukunft in allen Regionen Guineas eingeführt werden.

Im Jahr 2005 hat die Weltgesundheitsorganisation WHO den Wettbewerb evaluiert. Positive Veränderungen gibt es sowohl bei der Arbeit des Gesundheitspersonals als auch bei der Zufriedenheit der Patienten. Die Patienten fühlten sich vom Gesundheitspersonal freundlicher empfangen und höflicher behandelt. Sie erhielten mehr Informationen zur Behandlung und zum Krankheitsverlauf.Verbessert hatte sich auch die Hygiene in den Einrichtungen. Dies führte zu einer höheren Zufriedenheit der Bevölkerung mit den Gesundheitsdienstleistungen und zu einer stärkeren Nutzung der Dienste. Durch den Qualitätswettbewerb konnte sich auch die Bevölkerung an der Verbesserung des Gesundheitssystems beteiligen, zum Beispiel indem die Kommunen Vertreter aus der Bevölkerung in die Verwaltung der Gesundheitsdienste einbezogen. Ländliche Gemeinderäte übernahmen die Gehälter von zusätzlich eingestelltem Personal, viele Bürger unterstützten die Einrichtungen mit Spenden oder durch ihre Mithilfe bei der Sanierung von Gebäuden.

Guinea. Eine Krankenkasse gibt ihre Teilnahme am Qualitätswettbewerb öffentlich bekannt.© GTZ


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