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Programm Armutsbekämpfung im Erdnussbecken, Komponente Landwirtschaft und Ressourcenmanagement

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Programm Armutsbekämpfung im Erdnussbecken, Komponente Landwirtschaft und Ressourcenmanagement
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Senegal
Politischer Träger: Ministère des Collectivités Locales et de la Décentralisation
Gesamtlaufzeit: Januar 2004 bis Dezember 2015

Ausgangssituation

Senegal, Reisernte. © GTZ

Wirtschaftliche Reformen und die Währungsabwertung 1994 haben dazu geführt, dass sich der Senegal gesamtwirtschaftlich erholt hat. Dieses Wachstum lag aber hauptsächlich an den Tätigkeiten im Industrie- und im Dienstleistungssektor. Vor allem die Landwirtschaft blieb aber weit hinter den Erwartungen zurück. Nicht zuletzt deshalb konnte die ländliche Bevölkerung von dem gesamtwirtschaftlichen Aufschwung nicht profitieren. Ihre Armut hat sich nicht verringert.

Ziel

Die ländliche Bevölkerung des „Erdnussbecken“ des Senegal nutzt die natürlichen Ressourcen besser und bewirtschaftet sie nachhaltig, um dauerhaft höhere Erträge zu erzielen.

Vorgehensweise

Es soll erreicht werden,

  • dass sich mindestens 60 Prozent der Familien, die auf vom Programm rehabilitierten Flächen Reis anbauen, 8 Monate im Jahr selbst mit Reis versorgen können (bisher können sich die Familien nur bis zu zwei Monate selbst mit Reis versorgen) und
  • dass sich die Einnahmen aus dem Regenfeldbau um 30 Prozenterhöhen.
  • Außerdem sollen auf dem Gebiet jeder Landgemeinde durchschnittlich mindestens 1500 ha – das entspricht ungefähr 5 Prozent der Fläche – als Schutzzonen ausgewiesen werden, die durch das Sammeln von Früchten und den Verkauf von Feuerholz 6000 Franc CFA pro Jahr und Hektar einbringen.

Um der Bevölkerung zu ermöglichen, die land- und forstwirtschaftlichen Ressourcen besser zu nutzen, müssen insbesondere die technischen und organisatorischen Modelle, die durch Vorgängerprojekte entwickelt wurden, bekannt gemacht und verbreitet werden. Durch die Verminderung von Erosion und durch eine bessere Wasserhaltung werden die Produktionsgrundlagen verbessert.

Um die dauerhafte Nutzung der natürlichen Ressourcen sicher zu stellen, werden Raumnutzungspläne entwickelt. Regeln zur Nutzung einzelner Ressourcen werden in die Entwicklungspläne der Gemeinden eingearbeitet. Wichtiger sind dabei gemeindeübergreifende Vereinbarungen. Dies unterstützt auch die Kompetenzerweiterung der Gemeinden im Rahmen der Dezentralisierung.

Wirkungen

  • Mit der Ausbildung von Produzentengruppen zur Vermehrung von verschiedenem Basissaatgut ist eine gute Grundlage geschaffen, in der kommenden Saison auf einer Fläche von ungefähr 1000 ha die Produktion sicherzustellen.
  • Im Jahre 2004 sind 730 Zonen von Anwohnern zu Schutzgebieten erklärt worden, insgesamt rund 50.000 ha. Damit hat sich die Gesamtfläche der geschützten Gebiete mit kontrollierter Nutzung seit Beginn des Programms verdreifacht.

Dieses Projekt ist Bestandteil des Programms


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