Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Nachhaltige LandbewirtschaftungProjektkurzbeschreibung
Bezeichnung: Nachhaltige Landbewirtschaftung (Sustainable Land Management – SLM)
Ausgangssituation
In den drei äthiopischen Hochlandregionen Amhara, Oromia und Tigray sind mehr als 50 % der Bevölkerung – etwa 20 Millionen Menschen – ständig von Ernährungsunsicherheit betroffen. Dies ist hauptsächlich auf die Entwaldung, die sinkende Produktivität und geringere Ernteerträge zurückzuführen, die wiederum die Folge einer unsachgemäßen Landnutzung sowie massiver Bodenerosion sind. Verschärft wird die Situation durch ungünstige sektorale, politische und rechtliche Rahmenbedingungen. ZielIn den ausgewählten ländlichen Hochlandgebieten von Tigray, Amhara und Oromia wurde die Ernährungssicherheit verbessert und die Bodendegradierung verringert. Vorgehensweise
Die Projektstrategie wurde vollständig auf den Strategierahmen für nachhaltige Landbewirtschaftung der äthiopischen Regierung („Strategic Framework for Sustainable Land Management – ESIF-SLM 2008) abgestimmt, der sowohl konzeptionelle als auch institutionelle Probleme zum Inhalt hat. Das Programm „Nachhaltige Landbewirtschaftung“ wurde vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Auftrag gegeben, um die Kapazitäten des äthiopischen Landwirtschaftsministeriums sowie der zugehörigen dezentralisierten Stellen und Zielgruppen zu stärken. Das Ziel des Programms besteht darin, die Agrarproduktion zu steigern und die Bodendegradierung zu verringern – beispielsweise durch das Anlegen von Terrassen und anderen Strukturen, die der Erosion Einhalt gebieten, sowie durch die Förderung von Wiederaufforstungsprogrammen und die Verbreitung von organischen Düngemitteln (Kompost). Die GIZ arbeitet eng mit der KfW Entwicklungsbank, der Weltbank, Finnland und der Globalen Umweltfazilität (GEF) zusammen. Wirkung – Was bisher erreicht wurdeInsgesamt praktizieren inzwischen 20.000 Haushalte, von denen mindestens 10 % von Frauen geführt werden, eine nachhaltige Landnutzung auf 35.000 ha Land, das sich in kommunalem oder in Privatbesitz befindet. Weitere 35.000 ha Wald werden gemäß den Grundsätzen partizipatorischer Waldbewirtschaftung bewahrt. Zusammen tragen diese Maßnahmen in den betreffenden Gebieten zu einer Steigerung der Produktivität bei und sorgen dafür, dass die Region besser gegen Dürren gewappnet ist. Inzwischen ist geplant, diese Vorgehensweisen im Rahmen eines landesweiten Programms in allen Regionen Äthiopiens einzuführen, damit ein großer Teil der Landbevölkerung davon profitiert. Zur Förderung dieser Pläne wurden die entsprechenden Bedingungen auf Ebene des Bundes, der Regionen und der Bezirke verbessert. Darüber hinaus wurde das äthiopische Landwirtschaftsministerium durch Maßnahmen auf verschiedenen Ebenen unterstützt – insbesondere bei der Vorbereitung der flächendeckenden Einführung der nachhaltigen Landbewirtschaftung. Dadurch kann das Landwirtschaftsministerium die Bauern in Bezug auf Themen wie Einkommensgenerierung oder Ernährungssicherheit jetzt besser beraten und auf Probleme wie Dürren oder Nahrungsmittelkrisen wirkungsvoller reagieren. Weiterführende Informationen
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