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Nachhaltige landwirtschaftliche EntwicklungProgrammkurzbeschreibung
Bezeichnung: Nachhaltige landwirtschaftliche Entwicklung (PROAGRO)
AusgangssituationVon Armut betroffen sind vor allem ländliche Gebiete Boliviens, deren lokale Wirtschaft nur geringe Vielfalt aufweist und deren Potenziale aufgrund knapper Wasserressourcen beschränkt sind. Die Situation in den ländlichen Trockengebieten wird sich verschärfen, weil sich aufgrund des Klimawandels die Rahmenbedingungen an diesen marginalen Produktionsstandorten zunehmend verschlechtern werden: Rückgang der Wasserverfügbarkeit, Verkürzung von Vegetationszeiten, Zunahme von extremen Wetterereignissen und Produktionsrisiken. Besonders in den Trockenzonen Südboliviens sind landwirtschaftliche Produktion und die dazu notwendigen Wasserressourcen wichtige Faktoren zur Sicherung von Lebensunterhalt und Einkommen. Eine zweckmäßige Bewässerungsinfrastruktur, Abstimmungsmechanismen zur nachhaltigen Bewirtschaftung und Verteilung der knappen Wasserressourcen sowie effiziente und bedarfsnahe Dienstleistungen zur Verbesserung von landwirtschaftlicher Produktion und Vermarktung fehlen. Mit Nationalen Programmen für Bewässerung, Wassereinzugsgebietsmanagement sowie Agrarinnovationen und Vermarktung hat die bolivianische Regierung wichtige Eckpunkte zur Förderung der Landwirtschaft geschaffen. Bei der Umsetzung der Programme gibt es noch erheblichen Unterstützungsbedarf. Qualität, Zusammenwirken und Wirksamkeit der Maßnahmen staatlicher Programme zur landwirtschaftlichen Entwicklung sind unzureichend. ZielDie Widerstandsfähigkeit (Resilienz) kleinbäuerliche Produzentinnen und Produzenten in ländlichen Trockengebieten gegenüber Risiken des Klimawandels ist erhöht. Das Management der Wassereinzugsgebiete ist besser auf Sicherung der Verfügbarkeit und gerechte Verteilung der Wasserressourcen ausgerichtet. Die Erträge landwirtschaftlicher Produktion sind nachhaltig gesteigert. VorgehensweiseDas Vorhaben (Programa de Desarrollo Agropecuario Sustentable – PROAGRO) unterstützt die bolivianische Regierung auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene bei der Umsetzung nationaler Sektorprogramme, die im ländlichen Raum Armutsminderung fördern sowie das aktuelle Entwicklungsprogramm des Landes unterstützen. PROAGRO arbeitet eng mit den für die Umsetzung zuständigen regionalen und lokalen Institutionen zusammen. Alle Fördermaßnahmen sind miteinander verzahnt und können flexibel eingesetzt werden. Im Rahmen einer Kombifinanzierung durch die schwedische Zentralbehörde für internationale Entwicklungszusammenarbeit (SIDA) wird das Vorhaben gegenwärtig als deutsch-schwedische Kooperation fortgeführt.
Wirkung – Was bisher erreicht wurdeIm Rahmen der Unterstützung des Nationalen Bewässerungsplans wurde seit 2005 die Bewässerungsfläche um rund 12.800 Hektar ausgedehnt. Davon profitieren mehr als 10 600 Familien; ihre Ernährungssicherheit hat sich deutlich verbessert, die Einkommen sind teilweise fast um das Dreifache gestiegen. Gemeinsam mit der Stiftung Chaco wurden 64 Technologietransferprojekte mit einem Gesamtwert von etwas mehr als 5,2 Millionen US-Dollar im Chaco durchgeführt. Zur Förderung des Nationalen Programms für Agrartechnologietransfer und Vermarktung wurden die Mitarbeiter der Stiftung beraten. Die Projekte verbesserten die Lebenssituation von rund 14.000 Familien. Derzeit werden von der Regierung neu geschaffenen Institutionen (INIAF, EMPODERAR-PAR) unterstützt.
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