Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.giz.de.
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Jahresthema 2006: Wissen
Wer das Rad nicht permanent neu erfinden muss, ist klar im Vorteil: meist spart er Zeit und Geld und kann die bekannten Fallstricke auf dem Weg zum Ziel elegant überspringen. Auf die Internationale Zusammenarbeit übertragen, macht diese Erkenntnis die entwicklungspolitische Dimension der Ressource Wissen deutlich: Wissen begünstigt wirtschaftliches Wachstum – und im Umkehrschluss vermag der fehlende Zugang zu Bildung und (globalem) Wissen die Entwicklung einer Region oder ganzer Länder zu hemmen. Somit wird Wissen als Produktionsfaktor neben Arbeit, Kapital und Boden immer wichtiger und der globale Wissensaustausch zu einer wesentlichen Herausforderung der Internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung. Erfahrung teilen, Neues gestalten Nicht zuletzt deshalb rückt die GTZ das Thema Wissen im Jahr 2006 besonders in den Blickpunkt und regt Experten wie Öffentlichkeit dazu an, über die entwicklungspolitische Relevanz von Wissen nachzudenken und zu diskutieren. Darüber hinaus zeigt sie auf, wie bedeutsam ein funktionierender und effizienter Wissenstransfer für den Erfolg ihrer täglichen Arbeit ist. Denn als international agierendes Unternehmen ist es eine der Hauptaufgaben der GTZ, den Menschen vor Ort benötigtes (Spezial-)Wissen zugänglich zu machen und gleichzeitig für eine bessere Verbreitung von (Allgemein-)Wissen in den Zielregionen zu sorgen. Dabei ist vor allem die Nachhaltigkeit der Maßnahmen von entscheidender Bedeutung: Damit das transferierte Wissen auch nach Ablauf eines Projektes weiterhin vor Ort zur Verfügung steht, beraten und schulen wir die Menschen und Institutionen selbst und stärken deren Kompetenzen dadurch langfristig. Um diesem Anspruch bei weltweit rund 2.700 Projekten in 131 Ländern gerecht zu werden, muss das Wissensmanagement der GTZ höchsten Anforderungen genügen: Damit Auftraggeber, Partner und Kunden rechtzeitig und in adäquater Form auf das benötigte Know-how zurückgreifen können, leben und pflegen die 10.000 GTZ-Mitarbeiter eine Netzwerkkultur, die Informationen wechselseitig und so reibungslos wie möglich fließen lässt. Bei all der unternehmensstrukturellen und technologischen Komplexität dieser Aufgabe dürfen die sozialen, kulturellen und ethischen Aspekte eines internationalen Wissenstransfers nicht vernachlässigt werden. Schließlich mehrt sich geteiltes Wissen und verändert damit unter Umständen auch traditionelles Wissen, das Generationen eines Kulturkreises an ihre Nachfolge-Generationen weitergeben. |
AktuellesDigitale Kluft gemeinsam überwinden
Deutschland auf dem Weltgipfel zur Informationsgesellschaft in Tunis Aus der Praxis |