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Förderung von Ernährungssicherung, regionaler Kooperation und Stabilität im SüdkaukasusProjektkurzbeschreibung
Bezeichnung: Förderung von Ernährungssicherung, regionaler Kooperation und Stabilität im Südkaukasus
AusgangssituationDie südkaukasischen Länder Armenien, Georgien und Aserbaidschan erlitten nach der Auflösung der Sowjetunion einen dramatischen Zusammenbruch von Wirtschaft und sozialen Sicherungssystemen. Die Auflösung der Kollektivlandwirtschaft bewirkte einen dramatischen Rückgang der landwirtschaftlichen Produktion, gegenseitige territoriale Gebietsansprüche und die militärischen Auseinandersetzungen um die Karabach-Region ließen grenzüberschreitende kleinräumige Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zusammenbrechen. Das starke Gefälle zwischen arm und reich, das Misstrauen gegenüber den jeweiligen Nachbarländern und die drastische Verschlechterung der sozioökonomischen Lage ließen das Vertrauen der Bevölkerung in die eigene Fähigkeit zur Selbsthilfe sinken. Strukturelle Armut und Abwanderung besonders der jüngeren Altersgruppen steigen an. ZielIm Rahmen der Kaukasus-Initiative unterstützt das Vorhaben die demokratischen Reformkräfte der drei Länder. Ziel ist es, das regionale Konfliktpotential schrittweise abzubauen. Besonderes Augenmerk liegt auf der Ernährungssicherung in den krisengefährdeten Regionen. Das Vorhaben unterstützt die nationalen Armutsminderungsstrategien, insbesondere den Abbau von Armut und Hunger, und leistet so einen Beitrag zur Umsetzung der Millenniumsziele der Vereinten Nationen (UN). Dezentrale Dienstleistungs- und lokale Selbsthilfestrukturen werden gezielt gefördert. Die Bevölkerung soll aktiv in den politischen Entscheidungsprozess miteinbezogen werden. Der länderübergreifende Ansatz fördert den zwischenstaatlichen Interessenausgleich und trägt zu einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit bei. Verantwortungsvolle Regierungsführung und die Einübung und Einhaltung demokratischer Spielregeln in den benachteiligten Regionen schaffen die für die wirtschaftliche Entwicklung notwendigen gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen. Gefördert werden zudem eine transparente Ressourcenentwicklung und der Aufbau einer dezentralen Regierungsverantwortung. VorgehensweiseDas Vorhaben unterstützt und moderiert den Interessenausgleich zwischen Bevölkerung und den dezentralen staatlichen und privaten Trägerorganisationen hinsichtlich der Ansprüche and das Dienstleistungs- und Förderangebot. Die Bereitstellung und Finanzierung von Beratungsleistungen, Fortbildungs- und Trainingsmaßnahmen ermöglicht es der Bevölkerung, das Wirtschaftspotential ihrer Region effektiver zu nutzen. Gemeindeverbände, Bauernvereinigungen, Wirtschaftsförderzentren und Fonds zur Beschaffung landwirtschaftlicher Betriebsmittel werden nicht nur projektbegleitend beraten, sondern auch finanziell unterstützt. Im Rahmen des Projekts werden landwirtschaftliche Absatz- und Vermarktungspotentiale wie auch andere Einkommensquellen erschlossen. Das Vorhaben kooperiert mit dem Welternährungsprogramm (WEP) und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). |
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