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Aufbau eines regionalen Netzwerks zur Förderung von Pflanzenzucht und Saatgutproduktion

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Aufbau eines regionalen Netzwerks zur Förderung von Pflanzenzucht und Saatgutproduktion
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Kasachstan, Tadschikistan, Usbekistan
Politischer Träger: Landwirtschaftsministerien und Saatgutforschungsinstitutionen der beteiligten Länder
Gesamtlaufzeit: September 2000 bis Dezember 2006

Ausgangssituation

Obwohl die Weizenproduktion in Kasachstan nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion um etwa die Hälfte zurückging, konnte in den letzten Jahren bereits wieder Exportüberschüsse erzielt werden. Mittlerweile gehört das Land zu den sechs größten Weizenproduzenten der Welt. Auch Usbekistan, in den ersten Jahren der Unabhängigkeit auf Importe zur Ernährungssicherung angewiesen, kann sich wieder selbst versorgen. Aufgrund seiner topografischen Verhältnisse ist Tadschikistan mittelfristig noch auf Importe angewiesen.

Um die Nahrungssicherung der Bevölkerung wieder an das Produktionsniveau der Sowjetära anzuschließen, ist es notwendig, die produktionstechnischen Kenntnisse zur verbessern und neue, krankheitsresistente und ertragreiche Weizensorten zu züchten. Die gegenwärtige Sortenvielfalt reicht jedoch nicht aus, um langfristig mit dem biologischen und gentechnischen Fortschritt der westlichen Welt Schritt zu halten. Aufgrund des beschränkten Zugangs zu internationalem Know-how sind die nach der Unabhängigkeit verbliebenen Forschungsressourcen gering.

Ziel

Das Vorhaben trägt zu Armutsminderung, Beschäftigungs- und Ernährungssicherung strukturell benachteiligter Regionen bei. Aufbau und Unterstützung eines regionalen Netzwerkes zur Förderung von Pflanzenzucht und Saatgutproduktion führen besonders in kleinbäuerlichen, privatisierten Betrieben zu signifikanten Einkommenssteigerungen sowie zu Minderung von Landflucht und Armut im Flachland. Die Versorgung der Bevölkerung mit einem der wichtigsten Grundnahrungsmittel wird gesichert, Importe werden reduziert und es können Überschüsse für den Export erzielt werden. Die monetären Erträge aus Lokalverkäufen fließen unmittelbar in den Wirtschaftskreislauf der ländlich benachteiligten Regionen. Neue Produktionsverfahren mit angepassten Sorten sind in Aufwand und Ertrag international wettbewerbsfähig.

Vorgehensweise

Besonders gefördert werden Züchtung und Produktion von neuen, geografisch angepassten Weizensorten. Der Erfahrungs- und Informationsaustausch zwischen nationalen und internationalen Forschungsinstitutionen (zum Beispiel dem Centro Internacional de Mejoramiento de Maíz y Trigo und dem International Center for Agricultural Research in Dry Areas) wird durch eine gemeinsame Internetplattform unterstützt.

Auf dem Gebiet der Weizenzüchtung arbeitet das Vorhaben eng mit USAI, SIDA, CARE, FAO und der New York State University zusammen. Junge Fachkräfte werden in Mexiko, der Türkei und Deutschland weitergebildet und stehen dem Netzwerk als Multiplikatoren zur Verfügung.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

Bislang führte die Zulassung neuer Weizenvarietäten in Kasachstan zu einer fünfzigfachen, in Tadschikistan zu einer hundertfachen und in Usbekistan zu einer zweihundertfachen Flächenerweiterung. Dank der Fördermaßnahmen konnten die Erträge in den letzten fünf Jahren verdoppelt werden.


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