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Ernährungssicherung, regionale Kooperation und Stabilität in der Region BatkenProjektkurzbeschreibung
Bezeichnung: Ernährungssicherung, regionale Kooperation und Stabilität in der Region Batken
AusgangssituationDas Ferghana-Tal, Grenzgebiet von Kirgisistan, Usbekistan und Tadschikistan, ist geprägt von der stalinistischen Politik der 20er und 30er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Die nationalstaatliche Teilung nach dem Untergang der Sowjetunion und die damit einhergehenden wirtschaftlichen und sozialen Spannungen führten zu einem Niedergang der ehemals blühenden Oase. Heute ist das einstige landwirtschaftliche und kulturelle Zentrum Zentralasiens ein Sammelbecken für fundamentalistische islamische Kräfte. Protektionistische und grenzsichernde Maßnahmen kappten die alten Wirtschafts- und Handelsbeziehungen. Das zu Sowjetzeiten funktionsfähige Bewässerungssystem ist marode, nicht nur Straßenverbindungen, auch Ethnien und Clanstrukturen sind durch Grenzzäune voneinander abgeschnitten worden. Die wirtschaftlichen Folgen sind fatal. Fehlende Verarbeitungs- und Vermarktungsmöglichkeiten, eine unzureichende Versorgung mit landwirtschaftlichen Betriebsmitteln und die mangelhafte Kapitalausstattung tragen zu einer Marginalisierung der Region bei. Die nach der Privatisierung der Kollektivlandwirtschaft entstandenen Klein- und Kleinstbetriebe wirtschaften fast ausschließlich auf Subsistenzniveau, die Jugendarbeitslosigkeit wird auf 70 bis 80 Prozent geschätzt. ZielDie Initiierung von "Food for Work"-Programmen versetzt Kommunen, Selbsthilfeorganisationen und ernährungsgefährdete Haushalte in die Lage, den Wiederaufbau der sozialen und physischen Infrastruktur eigenverantwortlich voranzutreiben. Dorfgemeinschaften werden befähigt, Konflikte selbstständig und konstruktiv zu lösen. Die Mediationsfähigkeiten staatlicher und privater Akteure werden gestärkt, das Demokratieverständnis breiter Bevölkerungsschichten wird gefestigt. Das Vorhaben trägt zum Abbau ethnischer Konfliktpotenziale und somit zur Krisenprävention in einer latent sicherheitsgefährdeten Region bei. VorgehensweiseDas Vorhaben unterstützt den Aufbau von Nichtregierungsorganisationen (NGO) und kommunalen und staatlichen Trägerinstitutionen, die die soziale und physische Infrastruktur des Landes aus eigener Kraft rehabilitieren und vorantreiben. Es werden dörfliche Gemeinschaftsprojekte gefördert und Dorfentwicklungsfonds ins Leben gerufen. Landwirtschaftliche Feldberater und kommunales Verwaltungspersonal werden "on the job" ausgebildet und fachlich betreut. Saatgut, Mineraldünger und Pflanzenschutzmittel werden beschafft, der Neubau von Schulen wird vorangetrieben, Jugendliche aus abgelegenen Regionen erhalten Zugang zu Aus- und Weiterbildung. Zudem initiiert das Projekt regionale Gouverneurstreffen, die den Neubau grenzüberschreitender Bewässerungssystemen ermöglichen. |