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Herr Anselm Duchrow
Tel.: +49 228 98371 22
Fax: +49 228 98371 25
E-Mail: anselm.duchrow@gtz.de

Desertifikationsbekämpfung Karibik/Zentralamerika

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Desertifikationsbekämpfung Karibik/Zentralamerika
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Dominikanische Republik, Haiti, Honduras
Gesamtlaufzeit: 2003 bis 2009

Ausgangssituation

Die Verödung von Nutzflächen in ariden, semiariden und trocken subhumiden Gebieten ist die Folge einer unangepassten Nutzung der natürlichen Ressourcen durch den Menschen. Klima und Klimaveränderungen können eine verstärkende Rolle spielen.

In Zentralamerika und der Karibik führen Desertifikationsprozesse zu geringeren landwirtschaftlichen Erträgen, zur zunehmenden Verarmung der Bevölkerung sowie zu Landkonflikten und Migration. Angesichts dieser Entwicklungen haben es sich die Regierungen der betroffenen Länder zum Ziel gesetzt, die UN-Konvention zur Desertifikationsbekämpfung (UNCCD) umzusetzen. Sie bildet den neuen strategischen Rahmen für ein nachhaltiges Ressourcenmanagement und zur Armutsbekämpfung. Sektorübergreifende Zusammenarbeit und regional koordinierte Entwicklungsplanung werden wichtige Bestandteile einer zukunftsorientierten nachhaltigen Entwicklung.

Als Unterzeichner der Konvention und Gastland des UNCCD-Sekretariats unterstützt Deutschland über das GTZ-Projekt "Desertifikationsbekämpfung Karibik und Zentralamerika" die Dominikanische Republik, Haiti und Honduras bei ihren Anstrengungen zur Umsetzung der UNCCD.

Ziel

Die Dominikanische Republik, Haiti und Honduras sind für die kohärente Umsetzung der UN-Konvention zur Desertifikationsbekämpfung vorbereitet.

Vorgehensweise

Die Partnerländer werden bei der Ausarbeitung und Umsetzung nationaler Aktionsprogramme zur Desertifikationsbekämpfung unterstützt. Diese werden gemäß der bestehenden Möglichkeiten mit anderen Entwicklungsstrategien verknüpft, wie nationale Nachhaltigkeitsstrategien und Strategien zur Armutsminderung. 

Der regionale Wissens- und Erfahrungsaustausch wird im Sinne einer Süd-Süd-Kooperation gefördert, wobei die grenzüberschreitende inter-institutionelle Zusammenarbeit, gestützt auf schriftliche Abkommen und Vereinbarungen, eine wesentliche Rolle spielt. Die beteiligten Länder profitieren gegenseitig von den unterschiedlichen Erfahrungen und Initiativen, was auch eine effizientere Nutzung der verfügbaren Finanzmittel bewirkt.

Die möglichst breite Teilhabe unterschiedlicher Institutionen und Bevölkerungsgruppen sowohl auf nationaler als auch lokaler Ebene garantiert die Akzeptanz und Nachhaltigkeit der vorgesehenen Maßnahmen. Die Nationalen Aktionsprogramme werden gemäß dem "bottom up"-Prinzip partizipativ formuliert und implementiert.

Diese strukturbildenden politischen Maßnahmen werden von Fortbildungsveranstaltungen zum Thema Monitoring und Evaluierung im Kontext der UNCCD-Umsetzung flankiert. Dies soll auch zur wichtigen Bewusstseinsbildung unter den Verantwortlichen beitragen.

Die verantwortlichen Organisationen in den Partnerländern (Ministerien, NRO u.a.) werden in die Lage versetzt, ihre Rollen, Funktionen und Verantwortung bei der UNCCD-Umsetzung angemessen wahrzunehmen. 

In von Desertifikation betroffenen Gebieten werden darüber hinaus konkrete exemplarische Maßnahmen zu einer nachhaltigen Ressourcennutzung und zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Bevölkerung durchgeführt. Hierzu gehören Sensibilisierungskampagnen für Ursachen und Folgen der Desertifikation und Aus- und Fortbildungen zu Themen wie Bodenkonservierung. Die gewonnen Erfahrungen werden für die nationale Politikberatung genutzt und in anderen Regionen repliziert. 

Das Projekt wird in Kooperation mit dem Deutschen Entwicklungsdienst (DED) durchgeführt  kontinuierlich mit anderen Programmen und Projekten der GTZ und des DED in den beteiligten Ländern abgestimmt. Mit regionalen und internationalen Organisationen (Global Mechanism, UNDP, UNCCD-Sekretariat, kanadische Entwicklungszusammenarbeit) findet eine enge Zusammenarbeit statt.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

Für die dominikanische Grenzregion zu Haiti wurde eine inter-institutionelle Arbeitsgruppe (Grupo Técnico Inter-Institucional) etabliert, die als nationales Koordinierungsorgan die Konventionsumsetzung in der Dominikanischen Republik steuert. Sie besteht aus Vertretern sowohl staatlicher als auch nicht-staatlicher Institutionen und von Organisationen der bi- und multilateralen Zusammenarbeit. 

Auch ihn Honduras konstituierte sich ein vergleichbares Koordinierungsorgan zur Konventionsumsetzung. Ein besonderer Erfolg in Honduras ist die enge Verknüpfung des Nationalen Aktionsprogramms mit dem nationalen  Poverty Reduction Strategy Paper (PRSP).


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