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Nachhaltige Entwicklung arider und semiarider ZonenProjektkurzbeschreibung
Bezeichnung: Nachhaltige Entwicklung arider und semiarider Zonen
Ausgangssituation
Überweidung, Abholzung und Monokulturen in den argentinischen Trockenregionen führen zur Zerstörung von Boden, Wasser und Vegetation. Ernteerträge und Einnahmen aus der landwirtschaftlichen Produktion sinken. Große Teile der ländlichen Bevölkerung verarmen und wandern ab. 1996 ratifizierte Argentinien die Desertifikationskonvention der Vereinten Nationen (UNCCD). Handlungsrahmen für deren Umsetzung ist ein argentinisches nationales Aktionsprogramm. ZielDas nationale Umweltsekretariat nimmt seine koordinierende Funktion als "focal point" für die Umsetzung der UN-Umweltkonvention in Argentinien und des zugehörigen nationalen Aktionsprogramms erfolgreich wahr. Es führt zusammen mit anderen Ministerien, Provinzregierungen und Regierungs- sowie Nichtregierungsorganisationen erfolgreich Maßnahmen zur nachhaltigen Entwicklung der Trockenzonen des Landes durch. VorgehensweiseAuf nationaler Ebene berät das Projekt das Umweltsekretariat bei der Einrichtung einer interdisziplinären, interinstitutionelle Beratungskommission und damit einer Kommunikationsplattform für Belange der Umsetzung der Umweltkonvention. Auf der Ebene der Provinzen unterstützt die GTZ zusammen mit Partnern des Projektes staatliche und nichtstaatliche Akteure bei der Erarbeitung von Programmen zur provinzspezifischen Operationalisierung des nationalen Aktionsplanes Auf lokaler Ebene fördert das Projekt 15 Mittlerorganisationen, die mit der ansässigen Bevölkerung Maßnahmen zur Desertifikations- und Armutsbekämpfung durchführen (Stärkung von Zielgruppenorganisationen, Rotationsfonds, Netzwerkbildung, Verbesserung der Wasserversorgungssituation u.a.). Wirkung – Was bisher erreicht wurdeDie Beratungskommission fungiert als Netzwerk unterschiedlicher Institutionen zur Diskussion und Kommunikation über aktuelle Probleme der Desertifikations- und Armutsbekämpfung. Ein Argentinien-Desertifikations-Atlas wurde erarbeitet und zur Verwendung in der Umweltbildung an 12.000 Schulen in 21 Provinzen des Landes verteilt. Im Einzugsbereich der lokalen Maßnahmen des Projektes haben sich die Lebensverhältnisse der ländlichen Bevölkerung verbessert. 62 Prozent der befragten Haushalte stellen eine Verbesserung der Qualität ihrer produzierten Güter fest, 39 Prozent haben ihre wirtschaftlichen Aktivitäten diversifiziert. Ernährungs- und Einkommensverhältnisse haben sich verbessert. Ein mit den Partnern entwickeltes und partizipatives Wirkungsmonitoring liefert quantitative Wirkungsnachweise und hilft bei der Gesamtsteuerung der Maßnahmen. Fortbildungen und Kommunikationsplattformen haben eine verbesserte Artikulation nicht-staatlicher und staatlicher Organisationen bewirkt.
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