Programmkurzbeschreibung
Bezeichnung: Umweltmanagement-Beratung
Auftraggeber: Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Indien
Politischer Träger: Ministry of Environment and Forests (MoEF), Ministry of Consumer Affairs (MoCA), Ministry of Urban Development (MoUD) and Ministry of Housing & Urban Poverty Alleviation (MoH&UPA), Government of India
Gesamtlaufzeit: 2002 bis 2012
Ausgangssituation
Die zunehmende Verstädterung und Industrialisierung und wachsender Konsum führen in Indien zu zunehmender Umweltbelastung, insbesondere in städtischen Ballungsgebieten. Obwohl die notwendige Gesetzgebung für nachhaltiges Umweltmanagement durchaus vorhanden ist, mangelt es an den erforderlichen Kapazitäten, an Know-how und Erfahrung für deren Anwendung.
Das Programm „Umweltmanagement-Beratung“ bildet das Dach für industrielle und urbane Umweltschutzprojekte im Rahmen der deutsch-indischen Entwicklungszusammenarbeit. Die GIZ berät und unterstützt das Ministerium für Umwelt und Forsten, das Ministerium für Verbraucherschutz bei der Lösung aktueller Fragen und setzt Projekte mithilfe strategischer Allianzen um. Seit 2008 berät und unterstützt das Programm auch das Ministerium für Stadtentwicklung und das Ministerium für Wohnungswesen und Armutsbekämpfung.
Ziel
Der urbane und der industrielle Umwelt- und Ressourcenschutz sind verbessert. Das Verbraucherverhalten orientiert sich an Gesichtspunkten Nachhaltigkeit.
Vorgehensweise
Das Programm trägt dazu bei, durch eine Umstellung von auf akute Umweltschäden reagierenden Maßnahmen zu proaktiven Strategien nachhaltiges Handeln sicherzustellen. Erreicht werden sollen ein ökologischer Strukturwandel und die Entkopplung des wirtschaftlichen Wachstums vom Verbrauch natürlicher Ressourcen, bei gleichzeitiger Optimierung der Ressourcenverwendung. Die indisch-deutsche Zusammenarbeit im Bereich des Umweltmanagements und der nachhaltigen Entwicklung ist in die folgenden Einzelbereiche eingeteilt:
- Nachhaltige urbane Lebensräume
- Nachhaltige industrielle Entwicklung
- Nachhaltiger Konsum und Verbraucherschutz
- Nachhaltige Umwelt-Governance
Als Querschnittsthemen werden zudem die Entwicklung personeller Ressourcen und Aspekte des Klimawandels behandelt.
Weiterhin sind Entwicklungspartnerschaften zwischen indischen und deutschen Unternehmen (PPP) Bestandteil einzelner Programmaktivitäten. Hierzu gehören
- PPP mit der Manipal Academy of Higher Education zur Umwandlung des Manipal-Campus in einen Öko-Campus.
- Abfallentsorgungssystem des Manipal-Krankenhauses in Bangalore
- PPP zwischen Shell (UK), dem Department of Agriculture (GoI) und GIZ zur Sammlung und umweltfreundlichen Entsorgung des weltgrößten verbleibenden Bestands des Pestizids Dieldrin.
Wirkung – Was bisher erreicht wurde
- Im Rahmen des Projekts EcoCity wurden Maßnahmen in den städtischen Kerngebieten von Tirupati, Kottayam, Puri, Vrindavan und Ujjain ergriffen. Repräsentative Erhebungen aus Tirupati zeigen, dass 70% der offenen Abflüsse frei von festen Abfallmaterialien sind, die Abfalltrennung von 20% in 2006 auf 30% in 2008 zugenommen hat und der Rest vor der Endlagerung getrennt wird.
- Arbeitseinheiten für das Umweltmanagement sind 2009 in 32 Industrieparks in Andhra Pradesh eingerichtet worden; großräumige Wiederaufforstung wurde in 32 Industrieparks vorgenommen
- 768 Angestellte wurden auf Grundlage eines öko-industriellen Konzepts im Bereich Management und effiziente Nutzung von Energien in der Industrie geschult oder zu sauberer Produktion von Elektroplatinen, technologischen Innovationen sowie guter Betriebsführung in Keramik-, Galvanisierungs- und Textilunternehmen.
- 12 Fachkräfte aus Aufsichtsbehörden und Forschungsinstituten sind zum Thema Eingrenzung der Ursachen von Luftverschmutzung in Europa ausgebildet worden.
- Im Rahmen des Projekts Management von Sondermüll haben 31 Betriebe Ansätze zu saubereren Herstellungsprozessen und der Minimierung von Sondermüll übernommen. Etwa 600 Betriebe haben an einer Ausbildung zum Thema bewährte Praktiken im Management von Sondermüll in Karnataka teilgenommen
- Es sind staatliche Richtlinien für Verbrennung von Sondermüll ausgearbeitet worden.
- ECOBIRD, MashaAllah und EWaRDD, drei informelle Branchen-Zusammenschlüsse in den Bereichen Elektroschrott-Verwertung, Altmetallsammlung und -recycling sind in Bangalore im Rahmen der indisch-deutsch-schweizer Initiative zu Elektroschrott entstanden.
- Die Online-Datenerfassung zur Qualität der Außenluft und deren Übermittlung zu einer Website wurde zur kontinuierlichen Überprüfung der Luftqualität in Delhi eingeführt. Seitdem werden alle 15 Minuten Daten zur Qualität der Umgebungsluft in Delhi angezeigt.
- Das EU-RELIVE-Projekt hat über seinen Umlauffonds (Wiederherstellung von Lebensgrundlagen) private Vermögen zur Einkommensförderung von 800 Begünstigten sowie zur Schaffung einer umweltfreundlichen Infrastruktur mit Entsalzungsanlagen, öffentliche Toiletten, Wasserversorgungsanlagen sowie Abwasseranlagen in 6 der vom Tsunami betroffenen Gemeinden in Tamil Nadu und Andhra Pradesh geführt.
- 65 Arsenentfernungsanlagen in Westbengalen sind mithilfe einer Entwicklungspartnerschaft mit der Wirtschaft (PPP) erfolgreich in Betrieb genommen worden, von denen jede 200 bis 300 Haushalte mit sauberem Trinkwasser versorgt.
- 04R (Responsibly Reduce, Reuse and Recycle - Verantwortungsbewusst reduzieren, wiederverwenden und recycling), eine Vereinigung informeller Arbeiter ist in Delhi im Rahmen der EU-Initiative Elektroschrott entstanden, mit dem Ziel, für ganzheitliches Management von Elektroschrott eine Gruppe sozial- und umweltverantwortungsbewusster Elektroschrott- und Altmetallsammler zu etablieren.
Download
Weiterführende Informationen
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Local website of the programme
www.asemindia.com
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Human Resource Development Project:
HRDP is a cross cutting thrust area of the ASEM, which compiles and streamlines all training and workshop components of ASEM projects.
www.hrdp-net.in
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EWA – The E-Waste Agency
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CDM India
www.cdmindia.nic.in
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Waste Electrical and Electronic Equipment Recycle – Establishing E-Waste Channels to Enhance Environment Friendly Recycling
Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH arbeitet als führende Durchführungsorganisation im Auftrag des BMZ.
www.weeerecycle.in