GIZ - Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit

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Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Regionale Themen in Asien und Pazifik

Die wirtschaftliche Dynamik Asiens und die damit einhergehenden Entwicklungen haben in den vergangenen Jahren auf eindrucksvolle Weise zur Verbesserung der Lebenssituation der Menschen in den Ländern der Region beigetragen. In der Dekade 1993-2003 ist die Bevölkerung Asiens von 500 Millionen auf 3,8 Milliarden Menschen angewachsen. Die Zahl der Menschen, die mit weniger als einem US-Dollar pro Tag leben müssen, fiel gleichzeitig von 1990 bis 2003 um fast ein Drittel. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit begleitete viele Länder während dieser signifikanten Entwicklungsphase. Doch trotz der erreichten Entwicklungserfolge und des stetig zunehmenden wirtschaftlichen und politischen Einflusses auch auf internationaler Ebene, sehen sich die asiatischen Nationen auf ihrem Entwicklungspfad weiterhin mit großen Herausforderungen konfrontiert. So zeigt sich beispielsweise, dass Wachstumsraten je nach Einkommensverteilung in verschiedenen Ländern sehr unterschiedliche Wirkungen nach sich ziehen. Landesspezifisch unterschiedlich gewichtet können die momentanen Herausforderungen Asiens, die eine nachhaltige Entwicklung innerhalb der Rahmenbedingungen der Globalisierung erschweren. folgendermaßen beschrieben werden:

  • Regionalspezifische demographische Ungleichgewichte - von Überalterung bis zum Arbeitskräfteüberschuss
  • Inter- und intraregional wachsende soziale und wirtschaftliche Disparitäten mit negativen Konsequenzen - von innenpolitischen Spannungen bis hin zu massiver Migration
  • In Auflösung begriffene traditionelle Solidarsysteme (z.B. Großfamilie, Dorfgemeinschaft), die noch nicht durch moderne Systeme sozialer Sicherung und zivilgesellschaftliches Engagement ergänzt, bzw. ersetzt wurden
  • Hohe Konfliktpotenziale durch ethnische und religiöse Radikalisierung sowie  Missachtung der Menschenrechte

Künftig sind daher folgende Entwicklungen zu erwarten:

  • Wachsende relative Armut, vor allem in den Ballungsgebieten und Verödung sowie Verarmung der ländlichen Regionen
  • Zunehmende Umweltzerstörung und Raubbau an natürlichen Ressourcen  welche zur Veränderung des Weltklimas beitragen
  • Sozioökonomische Rückentwicklungen bedingt durch militärische Auseinandersetzungen
  • Steigende HIV Infektionsraten sowie steigende Gefahr für Pandemien,
  • Wachsende Vulnerabilität von Gesellschaften durch Umweltkatastrophen.

Die aktuelle Suche nach zukunftsfähigen politischen Rahmenbedingungen und Strukturen spiegeln die Entwicklungspläne der meisten asiatischen Länder wider, deren Ziel als eine Politik konsistenter wirtschaftlicher Entwicklung, sozialer Gerechtigkeit und ökologischer Tragfähigkeit, skizziert werden kann.

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit ist bemüht durch die Unterstützung von Strukturreformprozessen, u.a. in der Klein- und Mittelindustrie, durch die Förderung von Bildungseinrichtungen und durch die Beratung in Umweltschutzfragen einen Beitrag zur Minderung der Armut und zur Förderung von Nachhaltigkeit zu leisten. Der große Bedarf an Beratung, vor allem für den Auf- und Ausbau demokratischer und marktwirtschaftlicher stabiler Strukturen, um Entwicklungsprozesse nachhaltiger zu gestalten, bleibt auch zukünftig bestehen. Unter diesem Gesichtspunkt und unter Berücksichtigung der Schwerpunktsetzung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) leitet die GIZ für ihre Arbeit in der Region die folgenden regionalen Themen ab:

  • Stadtentwicklung
  • Globale Umweltpolitik und der Erhalt natürlicher Güter
  • Aufbau  ökologisch und sozial nachhaltiger Wirtschaftsstrukturen
  • Islam in Asien.

Im Auftrag verschiedener nationaler und internationaler Organisationen ist darüber hinaus auch GIZ International Services (ehemals GTZ International Services) seit dem Jahr 2000 verstärkt in der Region Asien und Pazifik tätig. Das Tätigkeitsspektrum umfasst dabei die Bereiche ländliche Entwicklung und Ressourcenschutz, Wirtschaftsförderung, Handel, Gesundheit, Staatsmodernisierung und krisenpräventiver Wiederaufbau.


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