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Themen > Umwelt und Klima > Umweltmanagement in Stadt und Industrie > Partnerschaften für die Recyclingwirtschaft

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Partnerschaften für die Recyclingwirtschaft

Eine Anfallsammlerin macht eine Pause von der Arbeit auf der Deponie Maputos. © GTZ 2004.

Sammlung, Sortierung und Recycling von Wertstoffen bieten hunderttausenden armen Menschen weltweit Einkommen. Häufig arbeiten sie jedoch unter umwelt- und gesundheitsschädigenden Bedingungen und entgegen der formellen, oft defizitären Entsorgung durch die öffentliche Hand.

  • Wie können Menschen, die scheinbar unorganisiert im Müll arbeiten, zu Partnern von Privatfirmen oder Kommunalverwaltungen für eine stärkere Wiederverwertung von Abfällen werden?
  • Wie kann die Zusammenarbeit zwischen formellen und informellen Aketeuren gestaltet werden, damit sie zu einem besseren Einkommen der Abfallsammler und damit zur Verminderung ihrer Armut beiträgt?
  • Wie kann man vorgehen, um die Gesundheit der Menschen und die Umwelt zukünftig weniger zu schädigen?

Dies sind die Leitfragen des Projekts "Partnerschaften für die Recyclingwirtschaft". Der Ansatz zu einer Lösung verbindet bewährte Maßnahmen der Kreislaufwirtschaft mit dem dem Wissen, das Müllsammler aus langjähriger Tätigkeit mitbringen, und ihrem unternehmerischen Potenzial.

Anerkannt: Beruf "Catadores"

Ein Pilotvorhaben zur mechanisch-biologischen Abfallbehandlung (MBA) in São Sebastião in Brasilien bezog die lokalen Müllsammler (Catadores) ein, und unterstützte die Gründung von Kooperativen. Im September 2000 fand in São Sebastião mit Unterstützung der GIZ (ehemals GTZ) das erste internationale Treffen von Müllsammlern statt. Es nahmen über 60 Vertreter aus Brasilien, Argentinien und Mexiko teil. Eine starke Bewegung der Catadores im ganzen Land forderte mehr Rechte – mit Erfolg: Ende 2002 erließ das Arbeitsministerium ein Gesetz, das Catadores als Berufsstand anerkennt und sie sozial stärker absichert. 2008 fand das erste internationale Treffen der Abfallsammler in Bogotá statt. Diese Bewegung stärkte die Position der informellen Abfallsammler und ihrer Organisationen in vielen Ländern. Sie werden zunehmend in Abfallwirtschaftsplänen berücksichtigt und in der Sortierung und dem Recycling von Abfällen eingebunden.

Im Auftrag des BMZ

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