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Themen > Nachhaltige Infrastruktur > Energie > Erneuerbare Energien

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Erneuerbare Energien

Der verstärkte Einsatz von Erneuerbaren Energien kann zwei globalen Herausforderungen effizient begegnen:

  • Zum einen leidet die ländliche Bevölkerung in Entwicklungsländern unter einer unzureichenden Energieversorgung,
  • zum anderen ergeben sich lokale und globale Umweltbelastungen, wenn Strom und Wärme mittels fossiler Energieträger (wie Erdöl, Erdgas, Braun- und Steinkohle) erzeugt werden.

Energieversorgung in ländlichen Gebieten

Das wichtigste entwicklungspolitische Ziel, das wir mit der Förderung von Erneuerbaren Energien (kurz: RE, vom englischen "renewable energies") verfolgen, besteht darin, die Lebensbedingungen in den Entwicklungsländern nachhaltig zu verbessern und die wirtschaftliche Entwicklung zu fördern. Etwa 1,6 Milliarden Menschen, mehr als ein Viertel der Weltbevölkerung, haben keinen oder keinen ausreichenden Zugang zu kommerziellen Energieträgern. Mehr als 80 Prozent dieser Menschen leben in ländlichen Gebieten.

Dezentral genutzte RE-Technologien stellen in ländlichen, dünn besiedelten Gegenden häufig sogar die kostengünstigste Option dar, um die Grundbedürfnisse nach Kochen, Licht und Wärme zu befriedigen. Daneben zielt der verstärkte Einsatz von RE-Technologien auf eine kostengünstigere Versorgung mit Infrastrukturleistungen wie Trinkwasser, Gesundheit, Bildung und Kommunikation.

Zur Verbesserung der Lebensbedingungen breiter Bevölkerungsschichten unterstützt die GIZ daher ihre Partner dabei, RE-Technologien (wie Solarstromsysteme oder Kleinwasserkraftanlagen) im ländlichen Raum zu verbreiten.

Durch Biogas, verbesserte Herde und Solarkocher werden Gesundheitsrisiken reduziert, die aufgrund schädlicher Rauchgase an offenen Feuerstellen bestehen. Zugleich lassen sich die lokalen Biomasseressourcen (vor allem Brennholz) schonen - eine wichtige Voraussetzung im Kampf gegen die in vielen Regionen fortschreitende Übernutzung der natürlichen Vegetation und dem damit einhergehenden Verlust der traditionellen Brennstoffquellen.

Fernab zentraler Kraftwerke sind RE-Technologien auch für gewerbliche Anwendungen interessant. Sie können beispielsweise dazu beitragen, durch photovoltaische Pumpsysteme bei der Bewässerung die landwirtschaftliche Produktivität zu verbessern. Ein weiteres Beispiel: Solartrockner machen landwirtschaftliche Produkte lagerfähig.

Vermeidung von Schadstoff- und Treibhausgasemissionen bei der Stromerzeugung

RE-Technologien können Umweltbelastungen bei der zentralen Stromerzeugung vermeiden. Während die lokale Luftverschmutzung bei der Verbrennung fossiler Energieträger auch durch Abgasreinigung gemindert werden kann, muss die Entstehung von global relevanten Klimaschadstoffen wie CO2 von vornherein vermieden werden. Bei der Stromerzeugung lassen sich CO2-Emissionen durch die Nutzung Erneuerbarer Energien, wie Wind- und Wasserkraft oder Erdwärme, vermeiden. Die GIZ unterstützt ihre Partner darin, eine entsprechende Politik zu gestalten und umzusetzen, um den Einsatz von kostengünstigen, regenerativen Energiequellen bei der Stromerzeugung zu verstärken und um die nationalen und internationalen Klimaschutzziele möglichst kosteneffizient zu erreichen.

Durch den verringerten Einsatz fossiler Energieträger können Devisen eingespart werden. Wird eine größere Zahl unterschiedlicher Energiequellen genutzt, erhöht sich die Versorgungssicherheit und die Robustheit der Volkswirtschaft beispielsweise gegenüber Rohölpreisschwankungen am Weltmarkt.

Eine besondere Rolle bei den Erneuerbaren Energien nimmt die sogenannte Große Wasserkraft mit den dazugehörigen Staudämmen ein. Soziale, ökologische und technische Probleme und Kostenüberschreitungen führten weltweit zu einer starken Opposition gegenüber neuen Wasserkraft-Großprojekten. Zur Zeit trägt die Wasserkraft etwa 20 Prozent zur weltweiten Stromerzeugung bei. Wir sind der Ansicht, dass seriös geplante Staudammprojekte mit geeigneten sozialen und ökologischen Begleitmaßnahmen weiterhin einen wichtigen Beitrag zur CO2-armen Stromerzeugung leisten sollten. Die GIZ unterstützt daher die Entwicklung und Umsetzung besserer Entscheidungs- und Planungsverfahren. Das Ziel besteht darin, die genannten Probleme zu minimieren, um auch künftig die Vorteile der Großen Wasserkraft nutzen zu können.


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