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Mexiko: Kaffeeanbau

Kaffeebauer in Mexiko © GTZ / AdapCC

Wetterfeste Parzellen

Kleinbauern dabei zu helfen, die Folgen des Klimawandels besser zu bewältigen – das ist das Ziel in der Zusammenarbeit zwischen dem britischen Fairtrade-Unternehmen Cafédirect und der GTZ. In Mexiko fördert das Projekt die Fähigkeit von 2.250 Kaffeebauern, ihre Existenz langfristig zu sichern.

Mexiko gehört zu den zehn größten Kaffee-Exporteuren der Welt. Das Hauptanbaugebiet ist Chiapas. Steigende Temperaturen, weniger Regenfälle und zunehmende Wetterschwankungen haben dazu geführt, dass der Kaffeeanbau erschwert oder gar unmöglich gemacht wird.

Unter den Klimaveränderungen haben auch die Mitglieder der Kleinbauernorganisation Más Café zu leiden. Der Arabica-Kaffee hat bislang die Existenz ihrer Familien gesichert. Doch in den letzten Jahren ging das Einkommen stetig zurück. „Durch den Regen und die Stürme ist unsere Ernte nicht nur geringer geworden, auch die Qualität des Kaffees leidet“, beschreibt ein Kaffeebauer seine Erfahrungen.

Dass ihre Erträge eng mit dem Klimawandel zusammen hängen, wissen die Kaffeebauern, weil sie an der Public-Private-Partnership (PPP)-Maßnahme von Cafédirect und GTZ teilnehmen. Das Projekt hat Chiapas als eine von vier Pilotregionen weltweit ausgewählt, um die Anpassung an die Klimaveränderung zu bewältigen. Die GTZ unterstützt das Projekt im Auftrag des Bundesentwicklungsministeriums seit 2007.

Da sich die Regenperioden verschoben haben, konnten die Bauern ihren Kaffee nach der Ernte im Januar und Februar nicht mehr in der Sonne trocknen. Das führte zu Qualitätsverlusten. Doch inzwischen hat das PPP eine Lösung gefunden: solarbetriebene Trockner.

Die Abholzung der Wälder hat die Parzellen anfälliger für die Folgen des Klimawandels gemacht. Deshalb haben die Bauern vereinbart, die vorhandenen Schattenbäume in den Kaffeeparzellen zu schützen und weitere zu pflanzen, um die Plantagen vor starken Regenfällen und Hangabrutschen zu bewahren, die Bodenbeschaffenheit zu verbessern und Wasser zu kanalisieren. Die Kleinbauern wollen außerdem sparsamer mit Holz umgehen, zum Beispiel durch den Umstieg auf energiesparende Herde.

Ein anderes Problem, ist der Krankheitsbefall der Kaffeepflanzen, bedingt durch veränderte Regenzeiten und Temperaturschwankungen. Pestizide haben die Situation nur verschlechtert. Heute verwenden die Kaffeebauern deshalb nur noch biologische Pflanzenschutzmittel. Für die Düngung der Plantagen stellen sie selbst jährlich 200 Tonnen Kompost her.

Seitdem die Kaffeebauern von Más Café wissen, warum die Ernte immer geringer ausgefallen ist, und dass es Wege gibt, etwas dagegen zu tun, haben sie wieder Hoffnung. Viele von ihnen führen neben ihrer Arbeit auf der Plantage unermüdlich Schulungen durch, um möglichst viele Bauern für das Projekt zu begeistern.

Website: "Adaptation for Smallholders on Climate Change"



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