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Niger: GTZ engagiert sich gegen Wüstenbildung und Hunger

Welttag für die Bekämpfung der Wüstenausbreitung und der Dürre

Eschborn, 14. Juni 2006. Die fortschreitende Wüstenbildung einzudämmen und Ackerland zurückzugewinnen ist eine wichtige Voraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung. Deshalb engagiert sich die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) seit 2004 mit dem Programm Armutsbekämpfung im ländlichen Raum in Niger. Dies tut sie im Auftrag des Bundesentwicklungsministeriums (BMZ), gemeinsam mit der KfW-Entwicklungsbank (KfW) und dem Deutschen Entwicklungsdienst (DED).

Die langfristig angelegte Hilfe zeigt erste Erfolge: Um beispielsweise junge Hirsepflanzen vor den heißen, sandhaltigen Wüstenwinden zu schützen, werden traditionelle Techniken angewendet, etwa Pflanzmulden. In den Vertiefungen konzentrieren sich Regenwasser und Dung in der Nähe der Pflanze. Dadurch sind Ertragssteigerungen von bis zu 180 Kilogramm pro Hektar möglich. Durch das Anlegen von Windschutzhecken werden die Pflanzen zusätzlich geschützt. Mittelfristig liefern diese Hecken auch noch Feuerholz.

Im Foulaji-Tal in der Umgebung der Provinzhauptstadt Tahoua konnte mittels Staustufen, Kleinmauern und Aufforstungen die Erosion der Ackerflächen eingedämmt und die fortschreitende Wüstenbildung gestoppt werden. Nun können die Bauern auch in der Trockenzeit Gemüse, etwa Zwiebeln und Tomaten, für den Verkauf auf den lokalen Märkten und den Export in die Region anbauen. „Sie müssen sich jetzt nicht mehr saisonweise als Wanderarbeiter verdingen, sondern können das ganze Jahr von Ihrer Arbeit leben“, sagt Michael Lossner, GTZ-Büroleiter in Niamey. Allein im vergangenen Jahr wurden in der Region Tahoua rund 2.000 Hektar wieder für die landwirtschaftliche Nutzung verfügbar gemacht. In der Region Tillabéri nahe der Hauptstadt Niamey waren es über 15.000 Hektar, seit Ende der 80er Jahre in der Programmregion mehr als 300.000 Hektar.

Das Engagement der GTZ ist jedoch umfassender, beschränkt sich nicht nur auf die Bekämpfung der Erosion und Wüstenbildung: Sie unterstützt die Menschen in den Gemeinden bei der Dezentralisierung und Kommunalentwicklung. Für bisher 16 der 40 Gemeinden des Programmgebietes wurden kommunale Entwicklungspläne erarbeitet. Rund 300 Gemeindevertreter erhielten schon Schulungen zu Themen wie Gemeindeorganisation und -finanzen. Gemeinsam mit der KfW förderte die GTZ den Aufbau der Infrastruktur. Schulen, Gesundheitszentren, Verwaltungsgebäude, Wasserversorgungssysteme, Pisten und Marktplätze werden instandgesetzt beziehungsweise eingerichtet.

Die GTZ ist ein weltweit tätiges Unternehmen der Internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung. Seit mehr als 30 Jahren bietet sie zukunftsfähige Lösungen für politische, wirtschaftliche, ökologische und soziale Entwicklungen in einer globalisierten Welt. Die GTZ unterstützt komplexe Reformen und Veränderungsprozesse, auch unter schwierigen Bedingungen. Ihr Ziel ist es, die Lebensbedingungen von Menschen nachhaltig zu verbessern. Hauptauftraggeber der GTZ ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Kostenlose Fotos können auf Anfrage zugesandt werden.

 

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